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Sonntag, 21. September 2014

Semmelknödel hoch drei: Champignons, Spinat und Emmentaler. Multitaskingfähig! Thermomixkreativ!


Es ist immer noch spätsommerlich heiß im Kraichgau und wir haben die erste Schulwoche hinter uns gebracht, für die ich mir besonders schöne, herbstliche Gerichte ausgesucht hatte. 
Die Kinder waren froh, ihre Schulkameraden wieder zu sehen (und uns nervende Eltern los zu sein) und ich war froh, endlich mal wieder in Ruhe zu meiner Bügelparty in die Tiefen des Hauses abzusteigen. Ich höre dabei immer SWR1 Leute und führe gleichzeitig tiefgründige Gespräche mit lieben Freunden und Bekannten bei Facebook. Auf neudeutsch: Ich bin multitaskingfähig. Tolles Wort. 
In dieser Woche, in der mein Sohn (ihr wisst schon, welchen ich meine...) Fliegenpilze gefunden hat, so groß wie Teller, in der er sich aus einem klaren Nebenflüsslein der Murg das klarste und reinste Wasser abgefüllt hat, das auf dieser Welt überhaupt noch zu finden ist, in der er manches Mal Heimweh hatte (aber Mami, nicht zu stark, ich habe dann einfach versucht, an etwas anderes zu denken), in der irgendein Raubtier zu den Hühnern dort eingebrochen war und ihnen einen gehörigen Schrecken eingejagt hat, so dass drei von ihnen jetzt nur noch humpeln können, in der er zwei neue Freunde gefunden hat, in der er schon in der Reittherapie war, in der... ich könnte noch viel erzählen von diesem ersten Telefonat, das wir nach knapp einer Woche führen durften. 
Sein Stimmchen fern und fest. Mami, ich muss Schluss machen, ich muss noch irgendwas machen. Gut! Ich geb dir noch schnell Wolfgang, ja? 
Ich schaue in unseren Garten. Die Blätter des Kirschbaums färben sich rötlich. Überall haben Kreuzspinnen ihre kunstvollen Netze gewebt. Die Spinne vor meinem Küchenfenster fängt sogar Libellen und wird immer fetter. 
Wolfgang verabschiedet sich - ich rufe laut: Tschüß, mein Schatz. Von ganz fern aus dem Telefon höre ich das kleine Stimmchen: Tschühüüß!
Wir machen eine wilde Wasserschlacht mit Anpirschen, Verstecken und Losballern. Alle sind klatschnass. Besonders ich. Ich wurde von allen Seiten tückisch und gnadenlos angegriffen! 
Jetzt hab ich Lust, ins Pool zu gehen, meint Sophie. Also springen wir alle der Reihe nach hinein und whirlen eine Runde. Es ist ein sonniger Nachmittag zwischen Sommer und Herbst. Für morgen sind Unwetter angesagt. Ein paar graue Wolken schieben sich schon heran.
Ich denke an meinen Sohn.


Ich denke an meinen Sohn, an meine anderen Söhne und Töchter, an meinen Mann, an meine Rechnungen, meine Wäsche, meinen Putzplan und ans Essen. Ich denke über zwei Frühstücksrezepte nach, die ich für ein Rezeptheft entwerfen darf. Ich organisiere meine Reise nach Nürnberg zu einem interessanten Bloggerfrühstück bei Grundig, über das ich euch noch berichten werde. 
Multitaskingfähig. Und das Wichtigste bei alledem: Ich brauche gutes Essen, um bei Laune zu bleiben. Und es muss Spaß machen, es zuzubereiten. Also: Immer etwas Neues!
So wie diese Semmelknödel-Variationen, die so herbstlich edel und sahnig pilzfrisch geschmeckt haben, dass ich sie euch unbedingt und wärmstens ans Herz legen möchte. Es sind drei verschiedene Knödel: Mit Champignons, mit Spinat und mit Emmentaler. Exzellente Begleiter zu einem köstlichen Braten, kann man sie aber auch wunderbar nur mit flüssiger Butter und etwas Parmesan servieren, oder aber wie hier mit einer sahnigen Pilzsauce.


Semmelknödel hoch drei: Champignons, Spinat und Emmentaler mit Pilzsauce

Zutaten (für vier Personen): 
Grundrezept für die Knödel:
1 Zwiebel, halbiert (80 g)
1/2 Bund Petersilie (10 g)
25 g Butter
200 g Milch
250 g Brötchen, vom Vortag und in kleine Würfel geschnitten
2 Eier
1/2 TL Salz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Muskat

Für die Varianten:
50 g Champignons, frisch und in Scheiben geschnitten
80 g Emmentaler oder Bergkäse, in groben Stücken
100 g Blattspinat, frisch oder Tk (dann aufgetaut)
600 g Wasser

Für die Pilzsauce: 
1 gehäufter EL Mehl
1 Würfel Gemüsebrühe (ich nehme immer einen Löffel meiner selbstgemachten Paste für Gemüsebrühe)
40 g Butter
250 g Champignons, frisch und in Scheiben
200 g Sahne
Salz
Pfeffer


Zubereitung des Semmelknödelteigs: 

Die Zwiebel und die Petersilie hacken. Im Thermomix 7 Sekunden auf Stufe 5.
Die Butter hinzugeben und alles drei Minuten dünsten (3 Min. / Varoma / Stufe 1).
Milch, die Brötchenwürfel, Eier, Salz, Pfeffer und Muskat hinzufügen und alles gut vermischen (30 Sekunden auf Stufe 4 bis 5 mithilfe des Spatels).
Den Teig auf drei Schüsseln verteilen - jeweils etwa 200 Gramm. 
Jetzt lassen sich die drei Varianten herstellen.

Champignonknödel: 
Die Champignonscheiben mit einem Drittel der Knödelmasse vermischen (3 Sekunden auf Stufe 4, dann umfüllen).

Käseknödel: 
Den Käse fein würfeln (3 Sekunden auf Stufe 6).
Den Käse mit einem weiteren Drittel vermischen (3 Sekunden auf Stufe 4 - umfüllen).

Spinatknödel: 
Den abgetropften Spinat gut ausdrücken und grob hacken (5 Sekunden auf Stufe 6).
Das letzte Drittel des Basisteigs hinzugeben und vermischen (3 Sekunden auf Stufe 4). Sollte der Teig zu weich sein, weil noch zu viel Flüssigkeit im Spinat zurückgeblieben ist, kann man noch etwas Semmelbrösel oder einfach Mehl hinzugeben, um ihn zu festigen.

Tipp: Wer lieber Speck anstelle der Champignons mag, darf auch einfach 50 Gramm Speckwürfelchen unter dem Knödelteig verstecken. Denkbar wäre auch eine Käse-Speck-Variante. Ach, da fallen mir gleich noch zehn andere leckere Varianten ein - einfach das nehmen, was gerade da ist: Kräuter, Nüsse, Früchte. Warum nicht mal Thymianknödel? Walnussknödel? Aprikosenknödel? 

Das ist der untrügliche Beweis: Auch Thermomix-Köchinnen sind tatsächlich kreativ!

Knödelformung: 
Den Varoma und den Einlegeboden fetten. 
Die Hände immer wieder nass machen und aus der Knödelmasse kleine Knödel von etwa 5 cm Durchmesser formen.
Die Knödelchen in den Varoma und in den Einlegeboden legen.
Das Wasser in den ungespülten Mixtopf geben (ich drehe nach der Teigbereitung nur zusammen mit dem Wasser einmal kurz auf Stufe zehn hoch, damit sich die Rückstände lösen und nicht anbrennen, spüle ihn aber nicht aus, da sonst wertvoller Geschmack verloren geht) und die Knödel 23 Minuten Varoma Stufe 1 dämpfen.
Den Varoma herunter nehmen und beiseite stellen. Die Garflüssigkeit bleibt im Mixtopf, denn daraus soll die köstliche Pilzsauce entstehen.

Wer ohne Thermomix kocht, kann die Knödel entweder im Dampfkochtopf garen lassen oder wie üblich in aufgekochtem Wasser gar ziehen lassen.

Man kann die Knödel nun einfach mit zerlassener Butter und etwas geriebenem Parmesan servieren oder dazu eine Pilzsauce wie folgt zubereiten: 

Pilzsauce: 
Das Mehl, die hausgemachte Brühpaste und die Butter zur Garflüssigkeit geben uns vier Minuten mit 100 Grad auf Stufe 4 kochen. 
Hat man die Knödel auf herkömmliche Weise gedämpft oder gekocht, nehme man ebenfalls die anfallende Garflüssigkeit und verwende sie für die Saucenzubereitung.

Zuletzt die Champignonscheiben und die Sahne zugeben und alles nochmals erhitzen (3 Minuten/ 90 Grad/ Linkslauf/ Stufe 2).
Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit einem bayrischen Weißbier oder einem milden Pils servieren.


Inspiration: Thermomix-Kochbuch Volldampf Voraus

Freitag, 19. September 2014

Übern Tellerrand: Zwetschgen-Törtchen mit Kaffee-Amaretto-Creme und Zwetschgen-Schnecken mit karamellisierten Walnuss-Streuseln von "Die Küchenzuckerschnecke"

Hallo ihr Lieben,

Yushka, die Sugarprincess, hat mich dazu eingeladen, einen Gastbeitrag auf ihrer Seite zu schreiben. Jeden Freitag sind die Türen für Gastblogger bei ihr weit geöffnet. Natürlich mache ich da auch gerne mit bei der Aktion Über'n Tellerrand

Yushka ist für mich eine sehr außergewöhnliche Frau. Sie wohnt mit ihren 6 Kindern und einem Ritter (ihrem Ehemann) in Kraichgau und ist eine richtige Powerfrau. Es ist unglaublich, woher sie die Zeit zum bloggen nimmt, vielleicht hat ihr Tag 48 Stunden?? ;-)  Und sie schreibt nicht nur einen Beitrag die Woche, ne, ne. Fast täglich kann man bei ihr leckere Rezepte entdecken und erlebt manchmal unglaubliche Geschichten über ihr Familienleben. Es macht richtig Spaß auf ihrem Blog zu verweilen und in das Leben der Großfamilie einzutauchen.

So, jetzt sollte ich mich natürlich auch mal bei euch vorstellen. Mein Name ist Joanna und ich blogge seit gut einem Jahr auf Die Küchenzuckerschnecke. Mein Blog richtet sich an alle, die es gerne süß mögen. Es gibt eine Menge Kuchen, Torten, Törtchen, Kleingebäck und Desserts. Hin und wieder findet man aber auch herzhafte Gerichte die hauptsächlich vegetarisch sind. In der Küche zu stehen und backen zu können, ist für mich die reinste Erholung. 


Und was habe ich mitgebracht? Natürlich etwas Süßes. Leckere Zwetschgen-Törtchen mit einer Kaffee-Amaretto-Creme für Yushka und ihren Ehemann. Auch wenn die Kombination etwas ungewöhnlich klingt, harmoniert hier alles perfekt zusammen und schmeckt richtig klasse!





Zutaten für 6 Törtchen (ø 7 cm):


Für den Boden:
  • 50 g Amarettini
  • 70 g Schokoladen-Butterkekse
  • 75 g Butter
Für die Kaffee-Amaretto-Creme:
  • 150 g steif geschlagene Sahne
  • 70 ml heißen Espresso (oder sehr starken Kaffee)
  • 50 ml Amaretto-Likör
  • 300 g Quark
  • 6 Blatt Gelatine
  • 70 g Zucker
Für den Guss:
  • ca. 12 Zwetschgen
  • 300 ml Pflaumensaft
  • 1 Päckchen klarer Tortenguss

Zubereitung:
  1. Für den Boden der Törtchen Amarettini und Butterkekse fein zerbröseln. Butter schmelzen und zusammen mit den Bröseln vermischen. Törtchenringe auf ein Tablett stellen und die Kekskrümelmasse auf den Boden der Törtchen verteilen und flach drücken. Tablett in den Kühlschrank stellen.
  2. In der Zwischenzeit 6 Blatt Gelatine im kalten Wasser einweichen. Nach ca. 5 Minuten die Gelatineblätter etwas ausdrücken und im heißen Espresso auflösen. Amaretto-Likör unterrühren. Quark mit Zucker etwas aufschlagen. Espresso unter den Quark rühren und so lange in den Kühlschrank stellen, bis die Masse zu gelieren beginnt. Danach die Sahne unterheben.
  3. Kaffee-Amaretto-Creme auf den Keksboden verteilen und für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  4. Zwetschgen waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Pflaumensaft erwärmen und die Zwetschgenspalten darin etwas ziehen lassen, damit sie etwas weicher werden. Aus dem Saft vorsichtig herausnehmen. Saft auf 250 ml abmessen und daraus mit dem Tortengusspulver einen Guss herstellen.
  5. Zwetschgenspalten auf die Kaffe-Amaretto-Creme verteilen und den Guss darauf gießen. Törtchen wieder für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Was wäre ich für ein Gast, wenn ich nicht auch etwas für die lieben Kids mitgebracht hätte. Für ihre Kinder habe ich leckere Zwetschgen-Schnecken mit karamellisierten Walnuss-Streuseln mitgebracht.




Zutaten für ca. 12 Schnecken:
Für den Hefeteig:
  • 500 g Mehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 80 g geschmolzene Butter
  • 170 ml Milch (auf 37°C erwärmt)
Für die Füllung:
  • 50 g geschmolzene Butter
  • 200 g Pflaumenmus
  • 500 g Zwetschgen
Für die Streuseln:
  • 50 g Walnüsse
  • 30 g braunen Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 100 g Mehl
  • 20 g Zucker
  • 70 g Butter
  • 1 TL Zimt



Zubereitung:
  1. Für den Hefeteig Zucker in eine Tasse geben, die Hefe hineinbröckeln und verrühren. Etwas stehen lassen, bis die Masse flüssig wird. Mehl in eine große Schüssel geben. Milch, Butter, Hefemischung, Ei und eine Prise Salz hinzufügen und alles zusammen zu einem glatten Hefeteig verkneten. Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 45 Minuten gehen lassen.
  2. Für die Füllung Zwetschgen waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Geschmolzene Butter mit Pflaumenmus verrühren. Hefeteig nochmal durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 50x40cm ausrollen. Butter-Pflaumenmus-Mischung auf den Teig streichen und die Zwetschgen darauf verteilen. Teig von der langen Seite her aufrollen. Jetzt mit einem scharfen Messer ca. 3 cm dicke Schnecken schneiden. Schnecken auf ein Backblech legen (mit 1 cm Abstand), mit einem Geschirrtuch bedecken und weitere 20 Minuten gehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit für die Streuseln Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne anrösten. Zucker und Wasser hinzufügen und alles karamelisieren lassen. Walnusskaramell auf einem Teller abkühlen lassen. Danach etwas auflockern oder evtl. in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Mehl, Butter, Zucker und Zimt zu Streuseln verkneten.
  4. Streuseln auf die Schnecken streuen und im vorgeheizten Backofen (Umluft: 170°C) ca. 18 Minuten backen.



Liebe Yushka, vielen Dank, dass ich heute Gast bei dir und deiner Familie sein durfte. Es hat mich sehr gefreut! Ich hoffe, euch gefallen die Rezepte und ich sehe den einen oder anderen auf meinem Blog wieder. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen und wünsche euch nun erst einmal ein wunderbares und erholsames Wochenende. 
Viele süße Grüße aus Neckarsulm,

Joanna

***

Liebe Joanna, das ist ja wirklich ein wunderbarer Kaffeetisch, an dem wir hier nun alle virtuell zusammen sitzen. Danke für diese wunderbaren Rezepte und auch für deine lieben Worte über mich.
Besonders toll finde ich deine Idee, verschiedene Törtchen für die Erwachsenen und die Kinder zu servieren. Sie sehen so himmlisch lecker aus wie alle deine Kreationen - du bist wirklich eine sehr begabte Süße!

Liebe Leserinnen und Leser, 
wieder einmal hatte ich beim nächtlichen Herumsurfen im weltweiten Netz das Glück, einen so hübschen und köstlichen Blog zu entdecken!
Bei Joanna findet ihr die herrlichsten Tortenkreationen - ich bin hin und weg von der Akkuratesse, mit der sie arbeitet. Auch ihre Fotos machen so richtig Lust auf den nächsten sonntäglichen Kaffeeklatsch mit guten Freunden oder der Familie.
Und nicht nur mit Süßigkeiten verzaubert uns die Küchenzuckerschnecke - sie hat auch wunderbare herzhafte Gerichte zu bieten: Seien es ihre herbstlichen Wirsingrouladen mit Maronenfüllung oder ihre ganz aktuelle mediterrane Gemüsetarte, die einfach ein Fest für Auge und Gaumen ist.
Ich bin sicher, dass ihr alle bei ihr noch viel mehr Tolles entdecken werdet, als ich hier vorschlagen kann! Also lade ich euch herzlich ein, mit mir bei ihr zum Stöbern zu gehen - ganz gemütlich bei einer schönen Tasse Kaffee oder Tee.
Und nun wünsche ich euch wie immer ein süßes Wochenende mit traumhaften Torten in geselliger Runde!
Eure Yushka

Mittwoch, 17. September 2014

Wochenplan - herbstlich.


Seit Sonntag habe ich eine neue, eigene Zeitrechnung aufgemacht. Im Schwarzwald ist es schon einige Grad kühler als hier im noch spätsommerlichen Kraichgau. Dort wachsen große, schöne Fliegenpilze auf den saftigen Wiesen. Schafe weiden eifrig und Hühner picken lustig nach Löwenzahn und Grashalmen. Ein frisches, noch warmes Ei aus dem Stall holen zu dürfen, ist jetzt für meinen Sohn der Hauptspass. Aus seinem Zimmerfenster schaut er nun nicht mehr auf die wunderbare Kraichgauer Landschaft, sondern auf die lichte Weide und den schwarzen Wald. 
Wir sehen fröhliche Kinder aus Dachluken winken. Ich winke zurück - klammheimlich ist da noch eine winzige Träne im Auge. Die wische ich weg. Er wird es gut haben. Und eines Tages wird er zu uns zurück kommen.


Wochenplan - herbstlich.

1. Feldsalat-Cremesuppe

2. Ratatouille-Pastete, überbacken mit Béchamelsauce

3. Wirsingwickel in Steinpilzsauce

4. Dinkel-Hähnchen-Salat

5. Semmelknödel-Varianten mit Pilzsauce

6. Lachs - mit Lachsmousse gefüllt - an Mangosauce

7. Ravioli mit süßer Ricottafüllung und Lamm-Tomaten-Ragout


Und etwas Spontanes, Kreatives, Ungeplantes aus den roten Sternrenetten aus unserem Garten. Apfelkuchen. Apfelstrudel. Apfelcrumble. Apfelmus.






Und ein stilles Gebet in der Letzenbergkapelle. Auf dem Jakobsweg. Die Kleinen rennen voller Freude immer um die Kapelle herum. Wolf und ich sitzen auf der Bank davor und sehen ihnen zu. Der Wein wächst in dunklen, vollen Trauben hinter uns am Hang. 


Wir besteigen den Six-Flowers-Mountain. Gemeinsam - nicht allein. Ohne Sauerstoffgerät. 


Freitag, 12. September 2014

Übern Tellerrand: Mini-Amerikaner von LanisLeckerEcke für den Kaffeeklatsch bei uns im Garten

Liebe Yushka, 

ich kenne Dich und Deinen wundervollen Blog schon eine ganze Weile und habe deine Freitags-Gastblog-Aktion seit den Anfängen aufmerksam beobachtet. Es ist interessant wie sich aus einem kleinen Gedanken eine große Aktion entwickelt hat! Seit diesen Anfängen wollte ich bereits als Gastblogger bei Dir zu Besuch sein - allerdings haben mich Haushalt, Kiddies und Termine bisher davon abgehalten (ganz ehrlich wie schaffst DU das??? - ich bewundere Dich für die Lässigkeit mit der Du Deinen Haushalt schmeißt ^^). 

Nun aber endlich hat es geklappt. Eigentlich wollte ich ja Suppe oder Eintopf mitbringen, aber letztlich habe ich mich dann doch für Mini-Amerikaner entschieden. Die sind klein und rund und mit einem Haps - ne warte, keine Schleichwerbung hier ^^. 



Also auf gehts: 

Für 12 - 16 Mini-Amerikaner

80 g Butter
90 g Zucker
1 Pkg. Vanille-Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
75 ml Milch
1/2 TL Natron
200 g Mehl
1 Zitrone
1 Pkg Puderzucker

Die Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen, dann das Ei unterrühren. Die Milch zufügen und kurz unterrühren. Das Mehl mit dem Natron mischen und nach und nach zugeben. 

Mit 2 Löffeln kleine Bällchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Dabei unbedingt Abstand lassen, weil der Teig noch auseinander läuft.

Die Amerikaner bei 180°C etwa 10-15 Minuten lang backen bis sie leicht angebräunt sind. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. 

Aus Zitronensaft und Puderzucker einen dickflüssigen Guss anrühren, evtl. noch etwas Wasser dabei verwenden. Die glatte Seite der Amerikaner großzügig mit dem Guss bestreichen. Nach Belieben kann noch mit Toppings gearbeitet werden - Herzen, Kugeln ... - erlaubt ist was gefällt :).



So und jetzt schnapp ich mir Dich und Deine Kids und wir setzen uns virtuell in Deinen Garten und genießen diese leckeren kleinen Dinger! *drückdich*

***

Liebe Henriette, vielen Dank für deinen süßen Gastbeitrag, der sicher jedes Kinderherz in Verzückung bringt - sei es am Geburtstag oder einfach an einem sonnigen Herbsttag, für den sich Freundinnen mit ihren Kindern zum Spielen verabredet haben... lässig lasse ich für solche Ablenkungen meinen Haushalt links liegen...

Liebe Leserinnen und Leser, jetzt hat die liebe Henriette uns doch vor lauter Verzieren nicht einmal verraten, wie ihr Blog heißt! Sie bloggt seit 2013 auf LanisLeckerEcke und da hat sich seitdem schon viel Süßes, aber auch Herzhaftes angesammelt. Wunderbar süß und für mich unwiderstehlich sind ihre Buchteln mit Marmelade und saulecker ist eins meiner Lieblingsgerichte Himmel und Erde, das die erwachsene Henriette dann doch mal versuchen wollte, obwohl ihr neunjähriges Ich das gar nicht appetitlich fand. 
Henriettes schreibt mit großer Offenheit und Ehrlichkeit über ihre Koch- und Backerlebnisse und es ist toll zu sehen, wie ihr Blog sich entwickelt. Ich glaube, wenn sie endlich ihren neuen Ofen hat, wird ihre Backabteilung geradezu explodieren!

Fürs Wochenende wünsche ich euch allen jetzt wie immer viel Spaß beim Stöbern auf LanisLeckerEcke und süßes Vergnügen am Kaffeetisch! Setzt euch einfach zu uns... 
Eure Yushka

Mittwoch, 10. September 2014

Kulinarische Entdeckungen im Kraichgau, ein versteckter Wochenplan und der nahende Abschied.



Die letzte Ferienwoche ist angebrochen - der Spätsommer hat uns noch einige sehr warme und sonnige Tage geschenkt. Zwischen Vorbereitungen auf die Schulzeit, Besuchen in der Klinik und den üblichen alltäglichen Verpflichtungen nehmen wir uns jeden Tag die Zeit, um mit den Kindern möglichst viel Schönes zu unternehmen. Ausflüge in die wunderbare Landschaft des Kraichgau, nach Neckargemünd und Heidelberg und auch einfach so mal kurz um die Ecke, aufs Feld, zum Sportplatz, ins Dorf stehen auf dem Plan.
Ich bereite Flammkuchen zu, koche Sommer-Dinkel-Linsen-Minestrone, einfache Pasta mit Pesto und Parmesan, brate Kürbispfannkuchen und Reibekuchen und backe eine würzige vegetarische Lasagne. Auch ein Rinderbraten mit Gemüse und Kartoffeln darf nicht fehlen - Sonntage sind besondere Tage. Zwischendurch gibt es allerlei Varianten aus den Äpfeln, die immerzu vom Baum purzeln: Apfelkompott, Apfelstrudel, Apfelkuchen.


Johannes ist inzwischen bei mir in die Lehre gegangen und hat während der Ferien jeden Tag unser Brot gebacken. Er hat viele Erfahrungen mit Hermann, unserem Sauerteig, gesammelt und ist jetzt in der Lage, mein Hausrezept abzuwandeln und absolut selbständig und ohne meine Hilfe wunderbares Brot zu backen. Selbst das Einschneiden gelingt ihm schon wirklich sehr gut. Ich bin so stolz auf ihn!!!



Gekaufte Pasta schmeckt mir nicht mehr, seitdem ich weiß, wie gut sie hausgemacht schmecken kann. Trotzdem kaufe ich jede Woche Spaghetti, weil es immer mal einen Tag gibt, an dem wir keine Lust oder Zeit haben, mit viel Aufwand zu kochen und vor allem, weil Wolf Spaghetti liebt. Dieses Mal habe ich die feinsten genommen, die ich kriegen konnte - Bioland lässt grüßen. Und sie haben tatsächlich sehr gut geschmeckt - auch die Kinder haben den Unterschied sofort bemerkt.


Ab und zu fahren wir zum Stift Neuburg bei Heidelberg. Dort leben noch einige Mönche und auf ihrem großen Hofgut gibt es auch einen Klosterladen, der ausgezeichneten Käse aus eigener Herstellung anbietet. Am besten haben uns bisher der Lustige Abt und der Ziegenmax geschmeckt - die Kinder essen diesen Käse so gern wie Schokolade, ich schwöre! Wer einkehren möchte, kann dort sehr idyllisch auch im Biergarten des Klosterhofs sitzen.


Die Klosterkühe gehören zu den glücklichen - sie weiden auf einer grünen Aue und haben obendrein einen herrlichen Ausblick auf den Neckar. Das macht sich deutlich im Geschmack bemerkbar... 


In der Klosterkirche zünden wir jeder eine Kerze für unseren Kranken an und halten einen Moment Andacht. Draußen wartet üppig der Feigenbaum an der Kirchenwand auf unsere Bewunderung. Die Feigen reifen noch. Ich denke daran, dass alles im Fluss ist. Mein kleiner Feigenbaum in unserem Garten wird eines Tages so groß sein wie dieser hier. Und er wird Frucht tragen.


Ich experimentiere mit verschiedenen Frühstücksrezepten herum - in den Ferien lassen wir uns viel mehr Zeit für ein gemütliches Frühstück und oft haben auch meine beiden großen Töchter Ideen, was es zum Frühstück geben könnte - vor kurzem haben sie Waffeln gebacken, was die Kleinen dann mit einem wahren Freudengeheul begrüsst haben. Wenn der Feigenbaum bei uns fruchtet, wird es im Sommer saftige Feigen frisch vom Baum geben und im Winter süße getrocknete Früchte fürs tägliche Müsli.


Auch immer beliebt ist der Ausflug in die Malscher Weinberge zur Letzenbergkapelle - eine Wallfahrtskapelle des Jakobswegs - mit anschliessendem Besuch auf dem außergewöhnlichen Spielplatz in Malsch. Noch toller und als krönenden Abschluss sind wir diesmal mit den Kindern in die Besenwirtschaft Reblaus des Weinguts Bös eingekehrt und haben dort deftig eine Runde Flammkuchen inmitten der Apfelbäume gespeist.


Und schließlich: Heidelberg, du Feine! Bei den italienischen Eisdielen auf der Hauptstrasse oder ganz besonders in der Bio-Eismanufaktur in der Kleinschmidtstrasse Nummer Eins schlecken wir gerne alle ein Eis. Beim Italiener gibt es so wunderbare Sorten wie Snickers-Eis oder Ricotta, Fleur-de-Sel-Eis oder Trüffel. In der Eismanufaktur haben wir jeder unsere Lieblingssorte: Sophie schwört auf Mandel, ich schwöre auf die Kreationen mit Ingwer, bei Dorothea ist Schokolade immer die erste Wahl, Wolf probiert sich durch alle Sorten, die er noch nie probiert hat und der Kleinste liebt Erdbeer. Die Eismanufaktur hat übrigens auch einen Ableger oben in der Gaststätte im Stift Neuburg.


Die Ferien gehen zu Ende. Am Freitag werden wir unser krankes Kind endlich aus der Klinik holen. Er darf dann zwei Tage bei uns bleiben und am Sonntag werden wir ihn alle zusammen in eine ausgezeichnete therapeutische Einrichtung im Schwarzwald bringen. 
Mein Herz ist schwer wie Blei und ich wache jeden Tag auf mit einem gewaltigen innerlichen Schrei. Aber ich muss und will diesen Weg für mein Kind gehen und werde ihn stark und mit dem Vertrauen beschreiten, dass er dort endlich gesund werden wird. Und mit dem Vertrauen, dass er eines Tages wieder zu uns zurückkehren wird. 
Alles fliesst.

Freitag, 5. September 2014

Übern Tellerrand: Eine himmlische Birnen-Rotwein-Galette von 52 Plates of Delight


Es ist nun schon ein bisserl her, dass ich Post von Yushka bekommen hab’. Post über die ich mich super gefreut hab’ und nun komm’ ich auch endlich dazu angemessen darauf zu antworten. Sie hat mich eingeladen ihr Gast zu sein und die Frage, was man als guter Gast so mitbringen soll, die beantwort’ ich mir ganz frech einfach mal selbst: „’WAS SÜßES!“ Ich hoff’, du freust dich, liebe Yushka, wenn ich auf deiner virtuellen Türschwelle mit einer Birnen-Rotwein-Galette steh’.

Gebacken hab’ ich sie in meiner 52 Plates of Delight Küche, in der jede Woche ein neues Rezept kreiert wird. Für Yushka hab’ ich also eine kleine Ausnahme gemacht und eines dazwischen gemogelt. In besagter Küche geht es um die Leidenschaft zum Kochen und natürlich auch zum Essen – kurz um Zeit zum Genießen.


Damit dem Genuss also nix mehr im Wege steht, gibt’s das Rezept für einen Vorboten des Herbst, der für gemütliche Wärme sorgt:

230 g Mehl
20 g Staubzucker (Puderzucker)
100 g kalte Butter
Prise Salz
Mark einer Vanilleschote
50 ml kaltes Wasser

Alle Zutaten werden miteinander zu einem glatten Teig verknetet, der für eine Stunde in den Kühlschrank kommt.

3-4 Birnen
2 Gläser Rotwein (nicht bis zum Rand gefüllt)
6 Kardamomsamen
1 Zimtstange
3 EL Zucker
3-4 EL Semmelbrösel (Paniermehl)

Pflanzenöl
geröstete und gehackte Haselnüsse
Staubzucker zum Bestreuen

(Diese Menge reicht für zwei Galettes.)

In einem Topf werden Rotwein, Kardamom, die Zimtstange und Zucker erhitzt – aber Vorsicht, nicht dass der Alkohol verkocht! Die Birnen werden in der Zwischenzeit geschält und in Spalten geschnitten, so kommen sie in die Rotweinmischung, die schon vom Herd genommen wurde. Ist die Stunde Kühlung vorbei, wird der Teig halbiert, rund ausgerollt und mit den Semmelbröseln bestreut. Aber so, dass etwa 3cm Rand bleiben. Auf den Semmelbröseln werden die Birnenspalten aufgefächert. Etwas vom warmen Rotwein noch drüber und schon werden die Ränder hoch geklappt und mit etwas Öl bestrichen. So kommt die Galette bei 170° Heißluft für 30-40 Minuten in den Ofen. Bei etwa der Hälfte der Backzeit gibt man wieder löffelweise etwas von der zurückgebliebenen Rotweinmischung auf die Birnen. Selbiges passiert mit dem letzten Rest, wenn die Galette den Ofen verlässt. Etwas auskühlen lassen und mit Haselnüssen und dem Staubzucker bestreuen.



Liebe Yushka, ich hoff’ mein Gastgeschenk findet Gefallen oder besser Geschmack und versüßt dir und deinen Lesern den Start in die regnerischen Herbsttage. Danke, dass ich dich besuchen durfte!

***

Liebe Marlene, ich freue mich sehr, dass ich dich heute hier begrüßen darf - umso mehr, als du mit einer so verführerischen und so himmlisch herbstlichen Galette gekommen bist! Deine Fotos sind eine wahre Augenweide und ich lobe die nächtliche Stunde, in der ich deinen wunderbaren Blog entdeckt habe! Herzlichen Dank für deinen Besuch! Es ist mir eine Ehre!

Liebe Leserinnen und Leser, wieder einmal darf ich euch einen ganz besonderen Blog ans Herz legen - ich bin begeistert allein von den fantastischen Fotos, die Marlene uns auf ihrem Blog 52 Plates of Delight präsentiert. 
Aber nicht nur ihre Fotos, auch ihre Rezepte und ihre Art zu erzählen haben mich sofort fasziniert und da konnte ich nicht anders, als sie gleich anzuschreiben und sie zu bitten, sich hier vorzustellen. 
Ihr Blog gefällt mir so gut, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll zu loben - am ehesten könnte ich wohl schreiben: Gehet hin und entdecket sie! Ihr werdet ebenso fasziniert sein wie ich, da bin ich sicher! 
Da ich aber ja doch meine Empfehlungen abgeben will - wie immer - lege ich euch als erstes ihre Rezepteübersicht ans Herz - so wunderbar habe ich das sonst nur noch bei Mimi Thorisson gesehen - diese herrlichen Bildchen machen schon so eine Lust, den ganzen Blog zu durchstöbern - einfach der Wahnsinn! Besonders toll fand ich den Marillencheesecake, die herbstlichen Zwetschkennudeln mit Hollerröster und nicht zuletzt ihr von Oma übernommenes Rezept für die Krautfleckerl. Haaaaaach!!! Einfach nur toll! 
Ich sag euch: Nehmt euch eine gute Tasse Kaffee oder Tee und macht es euch jetzt mal so richtig gemütlich und dann geniesst eure Entdeckungsreise in eine wunderbare Welt...
Ich bin dann auch mal weg...
Eure Yushka

Mittwoch, 3. September 2014

Reineclauden-Apfel-Schnecken mit einem Hauch Zimtzucker


Es ist herbstlich geworden im Kraichgau. Die Bäume beginnen sich zu verfärben, es ist kühler und weniger sonnig. Die letzten beiden Ferienwochen sind angefüllt mit letzten Besorgungen, Verschönerungsarbeiten rund um Haus und Garten und Ausflügen in die Umgebung.
Unser Frühstück fällt daher immer üppig aus - erst einen Latte Macchiato für die Großen und Kakao für die Kleinen, dann ein schönes Früchte-Müsli und schließlich etwas frisch Gebackenes - so wie diese Reineclauden-Apfel-Schnecken mit einem Hauch Zimtzucker. Reineclauden und Äpfel - beides fällt uns vor die Füße, wenn wir den Garten betreten. Ich habe geerntet und eingekocht, was das Zeug hält. Und mit der Reineclauden-Apfel-Marmelade hab ich diese Schnecken verschönert, fruchtisiert, verapfelt, verclaudiert. Himmlischer Herbst!



Die Schnecken sind eine einfache Abwandlung ganz normaler Zimtschnecken: Man bereite einen samtigen Hefeteig, bestreiche ihn mit der hausgemachten Reineclauden-Apfel-Marmelade, rolle ihn zu Schnecken und beträufle ihn mit etwas zerlassener Butter. Schließlich kann man obenauf noch etwas Zimtzucker streuen - das karamellisiert so schön.


Diese zwei Pferdchen lieben die natürlichen Äpfel der Streuobstwiesen im Kraichgau ebenso wie wir. Bei unseren Wanderungen durch die wunderbare Landschaft finden wir Äpfel, Nüsse, Zwetschgen oder Birnen - und Wein! Die goldene Herbsteszeit - wie goldene Glocken hängen die Birnen und leuchten.



Ein Hohlweg - irgendwo zwischen den Feldern bei Zuzenhausen. Die Eiszeit hat ihn hinterlassen - Schnecken und Nüsse, Stöcke und weiße Gewölle. Ein Hochsitz. Wir wandern hindurch wie Zwerge.


Wieder am Feldrand empfängt uns ein Bauer auf einem leuchtend roten Traktor - er wendet sein Heu. Jonathan sammelt Stöcke und Steine. Dorothea sammelt Walnüsse. Wir Eltern tuckern den Kindern hinterher - hier ist die Luft nicht so gut wie am Meer, aber immerhin.



Der rote Traktor, die Äpfel, die Pflaumen. Die Reineclaudenschnecken. Alles wie gemalt.


Und schließlich ein See für die Angler. Ganz still. 


 Reineclauden-Apfel-Schnecken mit einem Hauch Zimtzucker

Zutaten: 
Für den Hefeteig:
370 g Milch
70 g Butter
1/2 Würfel Hefe
30 g Zucker
550 g Mehl
1 g Salz

Für die Füllung: 
etwas  (ca. 100 bis 150 g) hausgemachte Reineclauden-Apfel-Marmelade (ich koche dazu Reineclauden und Äpfel zu gleichen Teilen mit etwas Vanille, einem Schuß Marillenlikör und entsprechend Zucker ein - fragt mich bitte nicht nach einem genauen Rezept - ich hab das Einkochen improvisiert und hatte für die Schnecken jetzt eben das Glück, einfach ins Regal greifen zu können. Oder probiert einfach eure eigenen Marmeladen dazu aus - das wird sicher auch gut schmecken)
etwas zerlassene Butter (ca. 50 g)
etwas Zimtzucker (ca. 50 g)


Zubereitung: 

Mit Thermomix: 
Die Milch mit der Butter, der Hefe und dem Zucker in den Mixtopf geben und alles 2 1/2 Minuten auf Stufe 1 auf 37 Grad erwärmen.
Das Mehl und die Prise Salz hinzufügen und alles 30 Sekunden auf Stufe 5 verrühren. Die Mischung 2 1/2 Minuten auf Teigstufe zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten lassen.

Ohne Thermomix: 
Das Mehl in eine Schüssel geben. Eine Mulde formen und die handwarme Milch mit der zerbröckelten Hefe und etwas von dem Zucker hineingeben. Mit etwas Mehl vom Rand zu einem Vorteig verrühren und alles eine Viertelstunde ruhen lassen.
Die Butter in Flocken auf dem Mehlrand verteilen, den restlichen Zucker und das Salz hinzugeben und alles vom Mehlrand aus nach innen zu einem geschmeidigen Teig verkneten.


Der Hefeteig sollte kaum noch kleben und mit etwas Mehl auf der Arbeitsfläche sehr gut zu handhaben sein.
Den Teig zu einem Rechteck etwa in der Größe eines Backblechs ausrollen.
Die Marmelade aufstreichen und das Rechteck von der längeren Seite her aufrollen. 
Dann in etwa sechzehn Scheiben schneiden.

Die Schnecken auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit der zerlassenen Butter bestreichen. Mit dem Zimtzucker bestreuen.
Bedeckt eine halbe bis eine Dreiviertelstunde gehen lassen - die Schnecken sollten sich deutlich vergrößert haben.
Währenddessen den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Schnecken in etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten goldbraun und duftend abbacken.

Noch lauwarm mit einer guten Tasse Kaffee, Kakao oder Tee servieren. Wer mag, darf auch noch einen Hauch Puderzucker darüber stäuben...


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