Gedeckter Apfelkuchen mit Cognacfülle




Wenn jemand ein halbes Jahrhundert alt wird, feiert man viel. Mein Wolf wollte diesen Geburtstag nicht nur zu Hause mit Freunden und Familie feiern, sondern natürlich auch mit seinen Kolleginnen und Kollegen. 
Also habe ich drei Torten gebacken: 
Die wunderbar köstliche Kokos-Mascarpone-Käse-Torte, eine luxuriöse Sachertorte mit Umdrehungen und diese herrliche gedeckte Apfeltorte. 

Es ist eine Torte, die so verführerisch aussieht und duftet, dass noch bevor Wolfgang das Buffet überhaupt eröffnet hatte, einer seiner Kollegen heimlich an die Torte herangeschlichen war und sich ein großes Stück herausgeschnitten hatte... 
Derselbe Kollege hat später immerhin geholfen, die Sektkorken knallen zu lassen... 
Aber auch meine Kinder sind hier ständig um die drei Torten herumscharwenzelt und haben sich beschwert, dass sie nicht probieren durften. 
Sie haben dauerhaft und nervend gequengelt, und so habe ich ihnen dann doch noch eine vierte Torte gebacken, die wir hier zu Hause ruckzuck aufgegessen haben. Es war eine Birnen-Cranberry-Torte und sie hat geschmeckt wie Frühling und Sommer zugleich. Aber davon ein anderes Mal...

Gedeckter Apfelkuchen mit Cognac

Zutaten
Für den Mürbeteig: 
300 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln (geschälte)
175 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
1 Ei (Gr. M)
150 g kalte Butter

Für die Füllung: 
25 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln (geschälte)
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1,25 kg Äpfel (ich hatte Elstar)
2 - 3 EL Zitronensaft
einen guten Schuß Cognac (oder auch Calvados)
2 EL Paniermehl

Für den Guß:
125 g Puderzucker
3 EL Zitronensaft
25 g Mandelblättchen
etwas Puderzucker zum Überstäuben

Zubereitung:
Mehl, Mandeln, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz, das Ei und die kalte Butter in Stücken in die Küchenmaschine geben und rasch zu einem Mürbeteig verkneten (Thermomix: 40 - 50 Sekunden/Stufe 5). Mit den Händen den letzen Schliff geben, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde, besser zwei Stunden kalt stellen.

Eine Springform von 26 cm Durchmesser ausbuttern und ausmehlen. Zwei Drittel des Teiges für Boden und Rand der Torte ausrollen. Der Rand sollte etwa vier Zentimeter hoch sein. Boden mit einer Gabel überall einpieken. 
Die Form für etwa dreißig Minuten in den Kühlschrank stellen. 
Das restliche Teigdrittel zu einem Deckel ausrollen, auf einen großen Teller oder einen weiteren Springformboden legen und ebenfalls für dreißig Minuten kalt stellen. 
Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Klein schneiden oder im Mixtopf sehr kurz (max. 5 sec/Stufe 5) zerkleinern. Bei einer Festtagstorte schneide ich die Äpfel per Hand. 
Die geschnittenen Äpfel mit den Mandeln, dem Mehl, dem Zucker und dem Vanillezucker mischen. Mit Zitronensaft und Cognac beträufeln und abgedeckt mindestens eine halbe Stunde, besser eine Stunde ziehen lassen. 

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen.
Form und Deckel aus dem Kühlschrank nehmen und die Form mit dem Paniermehl ausstreuen. 
Die Apfelfülle darauf verteilen und den Teigdeckel aufsetzen und andrücken. 
Die Torte nun auf der untersten Schiene etwa eine Stunde backen.   
Sie sollte leicht golden schimmern und ein köstlicher Duft sollte das ganze Haus durchziehen - dann ist die Torte fertig gebacken. 
Aus dem Ofen nehmen, den Rand mit einem scharfen Messer vom Formrand lösen und in der Form vollständig auskühlen lassen. 

Für den Guss Puderzucker und Zitrone verrühren und gleichmäßig auf der Torte verteilen. Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett golden anrösten und auf dem Guss verteilen. Sobald der Guss trocken ist, zusätzlich etwas Puderzucker über die Torte stäuben. 



Serviert wird diese herrliche Torte mit einem Schlag Sahne und gutem Kaffee.

14 Süßigkeiten:

  1. boahhh Yushka, Deine Torten sehen wunderbar aus.
    Herzliche Geburtstagsgrüße nachträglich für Wolfgang
    Liebe Grüße

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    1. Freut ich, dass sie Dir gefallen! Wünsche einen schönen Sonntag!!!

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  2. Ich klatsche gerade in die Hände...will ich jetzt auch ein Stück haben!!So toll!

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  3. Hey, Sybille! Ohne Dich ist es öd! Ich schiebe Dir sehr herzlich ein Stück rüber und hoffe, dass Du doch irgendwann wieder mehr zum Bloggen kommst... Herzliche Grüße!

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  4. Liebe Yushka,
    Ich möchte diesen Kuchen Backen. Schmeckt er besser, wenn man ihn einen Tag vor dem Fest macht oder ist er frisch am besten? Sieht so lecker aus und den Duft möchte ich im Haus ! Liebe Grüße von Annett

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    1. Ich lasse fast alle meine Torten und Kuchen lieber einen Tag ziehen, weil sich sehr oft der Geschmack noch verfeinert. Auch hier ist es sinnvoller, ihn einen Tag vorher zu backen, da der Kuchen auch seine Zeit braucht... Der Mürbeteig muss etwas ruhen, dann braucht er die Kühlzeit, dann braucht er das Backen, dann braucht er das Abkühlen, damit Du ihn überhaupt aus der Form auf die Platte bekommst (wenn er noch warm ist, reißt er Dir leichter), dann kann man ihn erst glasieren, dann muss die Glasur trocknen und dann erst ist er bereit für den Puderzucker und die Sahne!
      Eine Tarte Tatin oder eine normale Tarte dagegen bereite ich immer noch am selben Tag zu. Sie schmecken frisch und noch etwas warm einfach großartig!
      Ich wünsche Dir gutes Gelingen und bitte erzähle mir doch dann, ob alles geklappt hat! Liebe Grüße!

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    2. Ich backe ihn gleich nachher für morgen - ich hoffe, ich kann Dir nur Gutes darüber erzählen.... Er hat mich gleich angelächelt und ich freu mich wie verrückt darauf!!!

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  5. Das freut mich! Ich bin heute immer mal wieder online, falls Du Fragen haben solltest, stehe ich gern zur Verfügung! Viel Spass beim Backen!!!

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  6. Ach, Yushka, was tust du mir an! Gerade erst gegessen, und schon wieder Appetit. Das Rezept hört sich äusserst verführerisch an.

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    1. Freut mich sehr! War auch meine Absicht zu verführen... ;) Mein Nesthäkchen wird am Sonntag drei Jahre alt und wir erwarten viele Gäste. Da werde ich die Torte auch wieder backen... Herzliche Grüße in die Ferne!

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  7. Liebe Yushka,
    Ein kurzer Zwischenbericht: es duftet wirklich Super lecker und sieht herrlich aus. Wenn es auch so schmeckt, mach ich Luftsprünge.

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    1. Nicht wahr? Es duftet wie in Großmutters Küche... Pass nur auf, dass Dir nicht einer schon ein Stück wegschnappt, bevor Du die Kaffeetafel eröffnet hast...;)

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    2. Liebe Yushka,
      Die Torte war Super lecker und kam total gut an. Wenn Du gucken magst... Ich hab sie, unter den anderen Leckereien auf meinem Blog hochgeladen. Vielen Dank für dieses tolle Rezept, dass wirklich Super erklärt war. Annett

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    3. Ich freue mich sehr, dass die Torte bei Deinen Gästen so gut angekommen ist! Du hattest so viel Arbeit für die Konfirmation Deiner Tochter und hast das alles so wunderschön gemacht! Herzliche Grüße!

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Was ist los bei Euch? Lest Ihr noch? Oder seid Ihr schon in der Küche?

 

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