Spinatpastete - Spanakopita mit hausgemachtem Filoteig

Köstliche Spanakopita
Mehrmals bin ich bereits gefragt worden, wie man griechischen Filoteig (oder Phylloteig) selber herstellt. Die griechischen Hausfrauen haben dabei jahrelange Übung und es macht großen Spaß, ihnen zuzusehen, wie sie gekonnt mit dem Rollholz umgehen, das viel dünner ist als unser Nudelholz. Aber auch eine weniger geübte Bäckerin mit starkem Willen und starken Armen kann einen schönen Filoteig selber zubereiten. Es lohnt sich, denn er schmeckt tausendmal besser als gekaufter Blätter- oder Yufkateig. Außerdem fühlt man sich danach so stolz und begeistert, daß sich allein dafür die ganze schweißtreibende Ausrollerei gelohnt hat!
Filoteig wird in Griechenland mit verschiedenen Füllungen zubereitet: Da findet man neben der Hackfleischfüllung (Kreatopita) und der Käsefüllung (Tiropita) auch die wunderbare Spinatfüllung, die ich Euch hier zeigen werde. Die Griechen essen diese Pasteten warm, aber auch kalt, zum Mittagessen, zum Abendessen und zum Frühstück. Also immer. Sie schmecken aber auch immer einfach köstlich!
Es ist außerdem genauso möglich, Filoteig mit süßen Füllungen zuzubereiten. Daraus entstehen dann so herrliche Gerichte wie das bei uns in der Familie heiß geliebte Galaktoboureko oder ein feines Bougatsa. In den nächsten Tagen werde ich auch eine dieser berühmten Nachspeisen der griechischen Küche zubereiten und Euch einstellen.

Spanakopita - Spinatpastete
(für eine runde feuerfeste Form von ca. 28 - 30 cm Durchmesser oder ein tiefes Blech oder eine 26-er Springform - je nach Größe ändert sich das Verhältnis von Teig zu Spinatfüllung - wer lieber viel Füllung mag, nimmt eine kleinere Form, wer mehr Teig mag, vergößert die Form)

Für den Teig: 
450 g Mehl
1/16 l Olivenöl
1 Ei
etwas Salz
1/16 l lauwarmes Wasser
(ich hab noch einen Schuß Essig hinzugefügt)

Für die Füllung:
1 kg frischer Blattspinat (ich hatte etwa 900 g tiefgefrorenen Spinat übrig - das geht genauso)
1 Bund Frühlingszwiebeln, etwa 200 g (ich habe etwa drei kleine Zwiebeln und drei Schalotten genommen, weil mir die Frühlingszwiebeln im Moment noch viel zu mickrig sind)
4 EL Olivenöl
2 Bund Dill (tiefgefrorener Dill geht genauso)
500 g Schafskäse
schwarzer Pfeffer
Salz
3 Eier
1/8 l Milch
80 g Butter

Zubereitung Filoteig:
Aus den Zutaten für den Teig rasch einen geschmeidigen Teig kneten bzw. kneten lassen, wer eine Küchenmaschine hat (TM: 2 Min./Teigstufe, danach kurz per Hand den letzten Schliff geben). Den Teig in einer mit einem feuchten Tuch bedeckten Schüssel eine halbe Stunde ruhen lassen.
In der Ruhezeit kann man gut schon die Füllung zubereiten - siehe unten.

Ausrollen des Teigs: 
Den Teig in sechs bis acht Teile teilen und zur Kugel formen. Auf ein wenig Mehl jede Teigkugel mit einem Rollholz hauchdünn ausrollen. Dabei öfter die Richtung wechseln und den Fladen umdrehen. Der Filoteig ist fertig ausgerollt, wenn die Unterlage durchschimmert oder man eine Zeitung darunter lesen könnte... Die fertigen Fladen unter einem feuchten Tuch übereinander wieder eine halbe Stunde ruhen lassen.





Zubereitung der Spinatfüllung: 
Den Spinat waschen und die Wurzelansätze und harte Stiele abschneiden. Tiefgekühlten Spinat auftauen lassen. Die Zwiebeln schälen und fein hacken.
Drei Eßlöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (TM 3 - 4 Min./Varoma/Stufe 1) und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Spinat etwas ausdrücken und in die Pfanne (in den Mixtopf) geben. Bei starker Hitze zusammenfallen und die Flüssigkeit verdampfen lassen (TM 5 - 10 Min./Varoma/Stufe1). Die Pfanne vom Herd nehmen und den Spinat kurz abkühlen lassen. In einer Küchenmaschine (oder von Hand auf einem Brett) fein hacken. Im Thermomix geht das in 10 Sekunden auf Stufe 8.



Den Dill waschen und fein hacken oder tiefgekühlten fertigen Dill verwenden. Den Schafskäse fein zerkrümeln. Beides unter den Spinat mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Eier verquirlen und unterziehen.


Eine Form mit Olivenöl ausstreichen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die ersten drei bis vier Teigblätter einzeln in die Form geben und jeweils mit der mit der Butter vermischten und etwas erwärmten Milch einstreichen. Sie bilden den Boden der Pastete. Die Füllung hineingeben.

Butter-Milch-Mischung

Mit den Filoteig-Blättern die Form auskleiden und einpinseln...
Spinatfüllung hineingeben...
Die restlichen Teigblätter und den Überhang als Deckel obenauf drapieren. Jedes mit der Butter-Milch-Mischung einstreichen. Die oberen Schichten der Pastete mit einem scharfen Messer einschneiden und mit etwas Wasser bespritzen (am besten mit einer Blumenspritze) und im vorgeheizten Backofen etwa 35 bis 40 Minuten goldbraun backen. Die Pastete kann heiß, warm oder kalt serviert werden... 
Kali Orexi!




10 Süßigkeiten:

  1. wow Yushka, Klasse!
    Steht das Dessert schon fest?
    Wenn nicht, dann würde ich mir das Galaktoboureko wünschen, das ist bei den Griechen auch eines meiner Lieblingsdesserts.
    Liebe Grüße
    Gaby

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  2. Guten Morgen, liebe Gaby! Das Dessert habe ich gestern zubereitet und es war ein Bougatsa. Aber Du findest das Rezept für Galaktoboureko in der Rezeptwelt - dort habe ich es schon eingestellt, allerdings mit gekauftem Teig. Wenn Du den Blätterteig dafür dann aber lieber selber machen willst, kannst Du ebenso gut den vom Bougatsa nehmen. Der Unterschied ist nur die Füllung und der Sirup, der auf das Galaktoboureko kommt. Viele Grüße, Yushka

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    1. Liebe Yushka,
      vielen Dank für Deine Antwort, habe Dich auf der Rezeptwelt entdeckt :))
      liebe Grüße
      Gaby

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    2. Da habe ich einige Rezepte, stimmt. Aber hier wird es weitergehen. Beides weiter zu führen schaffe ich wahrscheinlich zeitlich nicht. LG!

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  3. Sieht das LECKER aus!!!
    Jetzt habe ich Hunger!!!
    Bei uns gibt es gleich Käsespätzle mit Salat - auch lecker - aber deine Spinattorter werde ich bestimmt bei Gelegenheit auch mal machen!!!
    Unsere Familienrenner aus deinem Fundus sind übrigens der russische Zupfkuchen und das Bürlibrot mit den getrockneten Tomaten - danach "verlangt" mein Mann in regelmäßigen Abständen ;o))
    Herzliche Grüße aus dem (endlich) frühlingshaften Karlsruhe,
    Nadja

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    1. Guten Morgen, Nadja! Ich freue mich sehr, dass der Blog tatsächlich zum Nachkochen genutzt wird - so eine Rückmeldung ist immer eine neue Motivation weiter zu machen! Der Teig, den ich für das Bougatsa einstellen werde, ist noch einfacher zu machen als dieser hier. Also, wenn Du die Spanakopita machst, kombiniere einfach die beiden Rezepte und nimm lieber den Teig vom Bougatsa. Ich hab jetzt noch Muskelkater vom Ausrollen... ;@

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  4. Ja!!! Diese Torte sieht wunderbar aus! Wie perfekt Dir die Teigschichten gelungen sind, und die Füllung - ein Traum! Besonders gut gefallen mir die Frühlingszwiebeln im Spinat.

    Toll! :-)
    Saluti
    Ariane (aktuell in Athen ...)

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    1. Liebe Ariane! Danke für Dein Lob aus Athen! Wenn Du die Pita machen willst, würde ich Dir gerne die Teigzubereitung vom Bougatsa ans Herz legen. Es ist wesentlich einfacher und blättert auch noch besser auf. Und die meisten Griechen machen ihre Pita auf einem tiefen Blech, so dass im Verhältnis mehr Teig zu weniger Spinatfüllung kommt. Wenn Du den Bougatsa-Filo und diese Füllung nimmst, sollte es perfekt werden... ;)

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    2. Danke für die Tipps, liebe Yushka! Wenn ich wieder schnelles Internet habe, werde ich mich einarbeiten und erstmal lesen lesen lesen;-). Noch bin ich bei dieser Torte in der posttraumatischen Phase ;-).
      Saluti
      Ariane

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Was ist los bei Euch? Lest Ihr noch? Oder seid Ihr schon in der Küche?

 

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