Griechisch-Baskisches Crossover-Huhn und Gateau Basque

Dienstag, Mai 07, 2013
















Neben meiner neuen Begeisterung für die Küche des Herrn Yotam Ottolenghi, der mich höchstpersönlich für meine Tarte Tatin Surprise auf seiner Facebook-Seite gelobt hat... (bin ich stolz!), koche ich weiterhin sehr gerne griechische Spezialitäten.
Und als ich kürzlich bei Mimi Thorisson ein schönes Baskisches Huhn entdeckt hatte, wurde mir klar, daß  ich ein ganz ähnliches griechisches Rezept kenne, das ohne den Schinken, dafür aber mit Oliven zubereitet wird. So habe ich die beiden Rezepte verschmolzen und ein griechisch-baskisches Crossover-Huhn mit einem Gateau Basque zum Dessert serviert.








Griechisch-Baskisches Huhn 

1 Brathuhn, küchenfertig (ca. 1,2 kg) oder 4 große Hühnerkeulen und 4 kleine Hähnchenschlegel (für die Kinder)
600 g rote Paprikaschoten (ich hatte dazu noch eine kleine grüne)
200 g Zwiebeln (ich hatte auch rote dabei)
2 Knoblauchzehen
200 g Tomaten (ich habe 400 g stückige Tomaten aus der Dose genommen)
100 g Schinken, in Scheiben (Mimi: Pancetta oder Bayonne - eine südwestfranzösische Spezialität... - ich habe bei meinem Metzger erzählt, was ich kochen will und einfachen Schinken mit schönem Speckrand bekommen)
100 g schwarze Oliven von bester Qualität
6 EL Olivenöl
125 ml Rotwein
etwas Tomatenmark
3 Zweiglein frischer Thymian
1 Zweiglein Oregano, Blättchen abgezupft
1 - 2 TL Piment d'Espelette oder Chiliflocken (optional!)
Salz 
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Das Huhn waschen, trocknen und in Portionen zerteilen. Die Paprikaschoten putzen und in große Stücke schneiden. Zwiebeln fein würfeln und den Knoblauch in feine Scheibchen schneiden. 
Frische Tomaten mit heißem Wasser übergießen und häuten oder Dosentomaten statt dessen nehmen.
In einem großen Topf oder in einem Bräter etwas Olivenöl erhitzen und das zerteilte Huhn bei starker Hitze darin rundherum appetitlich anbraten.
Aus dem Topf nehmen. Zwiebeln und Knoblauch in dem Öl glasig anbraten, den Schinken hinzufügen und zwei Minuten mitbraten. Dann die Paprika und die Oliven hinzugeben und weitere 2 - 3 Minuten mitbraten. Das Tomatenmark und die Tomaten hinzugeben und alles weitere 5 Minuten schmoren. 
Schließlich den Wein und 1/8 l Wasser angießen. Thymianzweiglein und den Oregano hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Hähnchenteile wieder hineingeben. 
Alles bei schwacher Hitze etwa 45 Minuten garen, abschmecken und mit Reis oder frischem Weißbrot servieren. 






Zum Dessert gab es diese baskische Kuchenspezialität, von der auch viele andere Versionen existieren. 
Dieser herrliche Kuchen wird auch oft mit roter Marmelade gefüllt, aber die ganz klassische, cremig opulente Variante von Mimi fand ich am schönsten.

Gateau Basque

Für den Teig:
400 g Mehl
200 g Butter
4 Eigelb und 2 Eier
200 g Zucker
½ TL Salz
1 TL Backpulver

Für die Füllung:
500 ml Milch
1 Ei und 2 Eigelb
2 TL Rum
1 Vanilleschote, längs gehälftelt
100 g Zucker
50 g Mehl

Für die Abstreiche:
1 Eigelb
1 EL Sahne
1 Prise Salz
Alle Zutaten für die Abstreiche in einer kleinen Schüssel verquirlen.

Teigzubereitung:

Zucker und Butter vermischen. Nach und nach die Eier hinzugeben. Mehl, Salz und Backpulver hinzugeben und einen weichen Teig daraus kneten. Den Teig in zwei Kugeln teilen und in Frischhaltefolie verpackt mindestens eine Stunde kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dafür die Milch mit den Hälften der Vanilleschote zum Kochen bringen. Zucker hinzufügen und 30 Sekunden verrühren. Das Mehl unter ständigem Rühren hinzufügen und 2 Minuten rühren.
Eier und Eigelb einzeln hinzugeben und dabei weiter 2 bis 3 Minuten bei milder Hitze rühren, bis die Creme andickt.
Vom Herd nehmen und den Rum hineinrühren. 
Zur Seite stellen und ganz abkühlen lassen.

Aus den Teigkugeln einen Boden und einen Deckel  (etwa 1,5 cm dick) ausrollen. Der Boden sollte einen etwas größeren Umfang haben. 
Eine Tarteform von etwa 22 cm Durchmesser fetten und ausmehlen. Den Boden hineindrücken und die Cremefüllung darauf verteilen.
Den Gateau Basque mit dem Deckel verschließen. Ränder sorgfältig andrücken. Ränder und Deckel mit der Abstreiche einpinseln und mit einer Gabel Muster ziehen.
Mit einem sehr scharfen Messer einige Einschnitte in den Deckel machen, damit der Kuchen nicht aufreißt.
Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Celsius etwa 30 Minuten oder bis zur Goldbräune backen.





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10 Süßigkeiten

  1. Antworten
    1. Hey, Joanna! Welcome back! Ich musste heute sooo lachen bei Deinem Posting! Stimmt schon, dass das Essen beim Fotografieren nicht wegrennen kann... Dafür wird es immer so schnell kalt, wenn man zu lange rummacht mit den Fotos! Soufflé-Grüße nach Ludwigsburg!

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  2. @Anina: durch Bauarbeiten auf dem Blog ist Dein Kommentar jetzt nicht mehr zu sehen, aber ich habe ihn gelesen! Es freut mich sehr, dass der Gateau Basque Dich so anlacht und es lohnt sich sicher ihn nachzubacken! Es ist eine köstliche Spezialität, die man hierja gar nicht bekommen kann... LG!

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  3. Mimi schreibt mir auf ihrem Blog zu diesem Posting:
    mimithorisson
    May 9, 2013 at 11:46 am
    Bonjour Yushka! Thank YOU for being so wonderful! We were so impressed with your Basque cake, an dthe chicken looked perfect. I hope your little boy enjoyed his birthday cake. Greetings to you and your family, Mimix

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  4. Hallo Yushka,

    ich bin einfach immer fasziniert von Deinen liebevoll ausgesuchten und gebackenen bzw. gekochten Speisen. Auswärts essen wird da sicher immer schwieriger wenn man sich die Gourmets zu Hause heranzieht ; )

    Bei dem Bild mit den Schnipseln vom Gemüse ist mir eigefallen, was ich neulich beim Kochen bemerkt habe: je feiner der Bioabfall duftet, desto besser ist das, was raus kommt. Kann man das so sagen?

    Habt ein tolles Wochenende und liebe Grüße
    Olivia

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    Antworten
    1. Wir essen so gut wie nie auswärts. Und wenn, dann fast immer ohne Kinder und nur in einem bestimmten Restaurant, das hier in der Region einzigartig gut ist. Wir haben auch unsere beiden Hochzeitsfeiern dort ausrichten lassen... Das sind die Heckerstuben im Wasserschloss Eichtersheim. Und wir haben einmal bei Joachim Wissler im Vendome gespeist (das Wort passt hier einfach) - aber so was macht man ja auch nicht alle Tage... ;) Das war unvergleichlich gut...
      Die Schalen hab ich fotografiert, weil sie so wunderbar bunt aussahen. Und klar: Je frischer und qualitätvoller alle Zutaten sind, desto köstlicher schmeckt es dann am Ende. Inzwischen macht es mir am meisten Spass zu kochen, wenn ich erst alles hergerichtet habe und es wie ein Stilleben fotografieren kann und dann loslege mit dem Zusammensetzen des Ganzen...
      Mit herzlichem Dank für Deinen schönen Kommentar wünsche ich auch Dir ein super Wochenende!

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  5. Ich kaufe ein N und `ne Sekretärin mit einer astreinen Rechtschreibung.

    Olivia

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    1. Wo zum Kuckuck ist dieses N??? Habe alles abgesucht und nix gefunden, wofür Du Dir ne Sekretärin einstellen müsstest?! LG!

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  6. Du rettest mich, sind doch normalerweise 50% meiner Kommentare voller Fehler.

    Da lass ich ma munter weiter raten (er ist da, de Fehler)... he he.

    GLG
    Olivia

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