Hähnchen Soffrito: Yushka kocht Yotam XIV
















Immer wieder begeistern mich die Kochbücher des Herrn Ottolenghi so sehr, dass ich am liebsten ein Gericht nach dem anderen daraus nachkochen würde. Dieses seelenwärmende Soffrito haben wir schon im Sommer ausprobiert und ich würde es gerade jetzt, da es kälter wird, umso mehr empfehlen.
Es ist ein Rezept aus dem grandiosen Koch- und Lesebuch Jerusalem, einem meiner absoluten Lieblinge unter den Kochbüchern.
Ottolenghi beschreibt mit großer Sympathie für die ärmere Bevölkerung Jerusalems, wie hier aus der Not heraus eins der köstlichen Gerichte dieser Stadt entstanden ist. Auch weniger teures Fleisch wird durch das lange und sanfte Garen im eigenen Saft besonders zart. Er fügt dem Gericht frittierte Kartoffeln mit Knoblauch hinzu und es entsteht ein typisch opulent ottolenghisches Gericht.
Dazu gab es bei uns den berühmten Blumenkohl-Granatapfel-Salat mit Haselnüssen, den Yotam selber zu diesem wunderbaren Soffrito empfiehlt.





Hähnchen Soffrito

Zutaten:
1 EL Sonnenblumenöl
1 Freilandhähnchen (etwa 1,5 kg), geviertelt
1 TL Paprikapulver, edelsüß
1/4 TL gemahlene Kurkuma
1/4 TL Zucker
2 1/2 EL Zitronensaft
1 große Zwiebel, geviertelt
Sonnenblumenöl zum Frittieren
750 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend, geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten
25 ungeschälte Knoblauchzehen
Salz
Schwarzer Pfeffer





Zubereitung: 
Die Hähnchenteile bei mittlerer Temperatur in einem großen Topf mit einem Esslöffel Öl mit der Hautseite nach unten goldbraun anbraten.
Mit den Gewürzen, dem Zucker, 1/3 Teelöffel Salz, einer guten Prise Pfeffer und 1 1/2 Esslöffeln des Zitronensaftes würzen und wenden.
Die geviertelte Zwiebel hinzugeben und das Hähnchen jetzt für eineinhalb Stunden zugedeckt bei schwacher Hitze garen.
Ab und zu prüfen, ob noch genug Flüssigkeit im Topf ist und bei Bedarf etwas kochendes Wasser angießen (der Boden des Topfes sollte immer etwa einen halben Zentimeter mit Flüssigkeit bedeckt sein).
Nach etwa 30 Minuten der Garzeit werden die Kartoffeln mit dem Knoblauch in einem 3 cm hoch mit Öl gefüllten Topf portionsweise knusprig frittiert.
Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.
Nach einer Stunde der Garzeit wird das Fleisch aus dem Topf genommen. Kartoffeln und Knoblauch kommen hinein und werden mit der Garflüssigkeit getränkt. Jetzt kommen die Hähnchenteile wieder obenauf und das Gericht wird in weiteren dreißig Minuten fertig gegart, bis die Kartoffeln die Flüssigkeit nahezu aufgesaugt haben und sich das Fleisch vom Knochen löst.
Das Ganze mit dem Rest des Zitronensaftes beträufeln und mit dem Salat servieren.


12 Süßigkeiten:

  1. Ich muss gestehen, ich hab immer noch kein Kochbuch von ihm. :-(
    Aber ihr seid alle so begeistert und dieses Hähnchen Soffrito sowie der Blumenkohlsalat sehen so lecker aus, dass ich mir wohl endlich auch eines seiner Bücher gönnen sollte.

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    1. Vielleicht lässt Du Dir einfach eins zu Weihnachten schenken?! Den Salat stelle ich übermorgen online... Den hättest Du dann auch schon mal... ;) LG! Yushka

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  2. Das steht auch auf meiner Liste, danke für's Erinnern. Und deine Version sieht herrlich aus.

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  3. Gern, liebe Susanne! Ich dachte mir, wo doch heute Robert so vor Hühnern warnt, muss ich Gegenposition beziehen... ;) Herzliche Grüsse! Yushka

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  4. oh das sieht so lecker aus, das Kochbuch kommt auf meine Geschenkeliste,
    sag mal - bei soviel Knoblauch ...riecht man da nicht sehr lange nach Knofi?
    lg helli

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    1. Helli, das ist wie bei der Knoblauchtarte nicht der Fall. Durch das lange Garen verliert der Knofi seine Schärfe und Stinkereigenschaften und wird süsslich und weich... Stinken konnte ich bei uns nicht feststellen... Aber wir haben es ja auch alle gegessen... ;) LG! Yushka

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  5. Hallo Yushka,
    dein Blog ist echt super - und ich bin auch ein TOTALER Ottolenghi-Fan: mein allerliebstes Rezept (dass ich schon Dutzende Male gekocht habe) ist Huhn mit Safran, Haselnüssen und Honig (aus "Das Kochbuch", ich hab aber die englische Ausgabe) - das MUSST du unbedingt nachkochen! Viele Koch-Grüsse aus Brüssel

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  6. Das probiere ich sicher eines Tages aus - ich hab inzwischen alle Bücher des Herrn O. ... LG zurück!

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  7. Noch immer habe ich nichts aus «Jerusalem» gekocht, obwohl das Buch doch schon ein Jahr rumsteht bei mir. Aber Dein Hähnchen Soffrito macht mich jetzt doch grad an. Werde subito ein Hähnchen vom Demeter-Hof ordern.

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  8. Liebe Henne! Das freut mich aber sehr, wenn ich es geschafft hab, Dir Den Mund wässrig zu machen! Jerusalem ist wirklich so ein Schatz - der darf nicht verstauben!

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  9. Das Rezept gefällt mir sehr. Ich kann es leider erst in ein paar Wochen umsetzen, denn bei uns wird nur alle paar Wochen Geflügel gegessen und gerade gestern habe ich von lamiacucina die herrliche Geflügel-Brühe gekocht. Aber ich freue mich schon auf den Salat.

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    1. Liebe nika, die goldene Brühe von Robert, ja! Einfach genial. Bei uns gibt es auch nur selten Geflügel, da wir eh nur ein Mal die Woche Fleisch essen. Das nächste Huhn wird unser traditionelles griechisches Zitronenhuhn mit Thymiankartoffeln am ersten Feiertag sein.
      Den berühmten Salat poste ich morgen... Und dann geht es weiter mit einem Rezept für unseren Foodblogger-Adventskalender...

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