Apfeltorte mit Olivenöl und Frischkäse-Ahornsirupcreme


Noch nie zuvor habe ich einen Kuchen mit Olivenöl gebacken. Zimt, säuerliche Äpfel, Sultaninen. Eine Creme so knusperzuckrig und herbsüß zwischendrin und obenauf. Flaumig, saftig, süß. Ein Hauch Zitrone. Das kostbare Öl.
Die verschiedenen Aromen brauchen Zeit, um sich miteinander zu verbinden. Es ist also empfehlenswert, den Boden luftdicht verpackt zwei bis drei Tage im Kühlschrank zu lagern, bevor er mit der Creme gefüllt auf den festlichen Kaffeetisch darf. Wenn man es schafft, so lange zu warten. Es ist auch möglich, den Kuchen ungefüllt, nur mit Puderzucker bestäubt, zu servieren. Er ist dann wesentlich leichter, aber natürlich auch viel weniger opulent.
Diese Torte steigt auf Anhieb in unseren Olymp. Es bleibt kaum mehr zu sagen als: Himmlisch! Nachbacken!


Apfeltorte mit Olivenöl und Frischkäse-Ahornsirupcreme
(Quelle: Yotam Ottolenghi: Das Kochbuch)

Zutaten: 
Teig: 
80 g Sultaninen
280 g Mehl
1/2 TL Zimt
1/4 TL Salz
1/2 TL Backpulver
1 1/4 TL Natron
1/2 Vanilleschote
120 ml Olivenöl
160 g Zucker
2 Eier
3 säuerliche Äpfel (z.B. Boskop), geschält und entkernt und in Würfel geschnitten
Schalenabrieb von einer Bio-Zitrone
2 Eiweiß
evtl. Puderzucker zum Bestäuben

Creme: 
100 g weiche Butter
100 g heller Muscovadozucker
85 ml Ahornsirup
220 g Frischkäse (Raumtemperatur)


Zubereitung:

Eine Springform von 26cm Durchmesser fetten und ausmehlen.
Die Sultaninen mit vier Esslöffeln Wasser zusammen in einem kleinen Topf einige Minuten köcheln lassen, bis sie das Wasser vollständig aufgesogen haben.

Den Ofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Mehl, Zimt, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel vermischen.
Die zwei Eiweiß zu weichem Schnee schlagen.
Das Olivenöl, den Zucker und das ausgekratzte Mark der halben Vanilleschote cremig aufschlagen (TM: Ein bis zwei Minuten auf Stufe 4 rühren).
Die zwei Eier hinzufügen und unterschlagen, bis eine homogene, dicke Creme entstanden ist (TM: Nochmals ein bis zwei Minuten auf Stufe 4 rühren).
Die Apfelwürfel, den Zitronenabrieb und die Sultaninen unterheben (TM: Mit dem Spatel unterheben).
Die Mehlmischung unterheben (TM: Mit dem Spatel unterrühren).
Den Eischnee in zwei Portionen unterziehen (TM: Mit dem Spatel unterziehen).

Im vorgeheizten Ofen etwa 45 backen. Die Backzeit kann sich auf bis um das Doppelte verlängern, je saftiger die Äpfel sind. Stäbchenprobe durchführen. Klebt kein Teig mehr am Holz, ist der Kuchen durchgebacken.

Nach dem Backen den Kuchen in der Form zehn Minuten abkühlen lassen, dann den Springformrand abnehmen und vollständig abkühlen lassen. Einmal horizontal durchschneiden und nach Belieben den oberen Boden begradigen. Ich habe ihn gewölbt gelassen.

Für die herrliche Füllung schlägt man die weiche Butter mit dem Zucker und dem Ahornsirup luftig auf und rührt dann den Frischkäse unter, bis eine glatte Creme entstanden ist.

Die Hälfte der Füllung streicht man auf den unteren Boden, setzt den zweiten Boden obenauf und dekoriert die Torte mit der restlichen Creme.



Dieses himmlische Rezept reiche ich ein bei Kathrins Blog-Event An Apple(Pie) A Day.


4 Süßigkeiten:

  1. Kuchen mit Olivenöl haben immer eine besondere, interessante Geschmacksnote. Ich mag das!

    Ciao Werner

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    1. Ich finde es auch spitzenklasse. Hätt' ich mir ja denken können, dass Herr O. auch tolle Backrezepte auf Lager hat... ;)

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  2. Liebe Yushka,
    ich schleiche um dieses Rezept schon ewig herum, wie die Katze um den heißen Grießbrei und irgendwie fehlt mich noch der entscheidene Schubs. Es klingt so herrlich schräg mit all den Zutaten und eigentlich müsste ich drauf vertrauen, dass mich Herr O. noch mit keinem seiner Rezepte enttäuscht hat. Vielleicht sorge ich mich darum, dass der Olivenölgeschmack zu sehr dominiert... Hast du ein eher mildes genommen?

    LG
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      ich hab unser ganz normales Olivenöl genommen und der Meister wird dich sicher nicht enttäuschen. Die Herbe dieser Torte ist ja gerade das Tolle daran. Und wenn sogar meine Kinder zu einer Torte Ja! und Hurra! schreien - dann nichts wie ran. ;) Ich würde sie jederzeit wieder backen, wenn ich nicht so viel anderes noch ausprobieren müsste!
      Süße Grüße,
      Yushka

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