Der Frühling und die griechischen Ofenkartoffeln sind da!


Der Frühling ist da und ich bin so vergnügt! Ich bin so sehr eingespannt in die Organisation dieser großen Familie, dass ich mich ungemein über jede freie Minute freue, die ich im Garten im Gemüsebeet verbringen kann.
Letztes Jahr habe ich mit Jakob unser Brachland umgegraben und wir haben daraus einen wunderbaren Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten gemacht. Wir haben alle möglichen Sorten Gemüse angebaut, verschiedene Obstsorten in Form von Säulenobstbäumchen in den Garten gepflanzt und viele, viele Kräuter in die kostbare Erde gesetzt. In den letzten Tagen habe ich die Beete durchgehackt und von Unkraut befreit, um sie für die Frühjahrspflanzung vorzubereiten. Bei der Gartenarbeit entspanne ich mich, meist mit einem oder zwei kleinen Helfern an meiner Seite. Wir arbeiten gemeinsam und staunen über die vielen Würmchen, die da kriechen. Und nach der Arbeit machen wir eine Pause. Und schauen in die blaue Luft. Sehen die ersten Schmetterlinge gaukeln. Ich trinke einen Cappucino auf der Gartenbank. So soll es sein. So kann es bleiben.


Die Forsythie blüht. Die Reineclauden blühen. Ein Fröschlein meldet sich im Teich und überall summt und hummt es schon sommerlich. Jakob fährt auf der Strasse Fahrrad. Die Mädchen gehen zum Fussballtraining. Johannes hat eine Halsentzündung. Jonathan und Dorothea streiten sich ein wenig darum, wer die Hacke zuerst haben darf.


So ist das im Jahr 2014 Anfang März. Der nächste Wochenplan muss gemacht werden. Das große Haus braucht eine Reinigung. Die Wäscheberge wollen abgetragen werden. Ein Mittagessen muss her, jeden Tag.
Ich gehe auf den Markt, um Topinambur zu kaufen. Oliven und Schafkäse aus Ostkreta, Weinblätter, Artischocken und Peperoni müssen auch mit.
Die Kinder lieben es, wenn ich ungeschälte Kartoffeln in Frites geschnitten aufs Blech gebe, darüber gutes Olivenöl träufle, den Saft einer halben Zitrone pro Blech hinzugebe, Salz und Pfeffer und einen Hauch Paprikapulver mit Schwung darüber verteile, mediterrane Gewürze darüber zerreibe, um sie dann im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen ungefähr eine halbe Stunde knusprig zu rösten.
Während die Kartoffeln rösten, bereiten Sophie und ich das Tsatsiki nach der originalen mündlichen Überlieferung meiner griechischen Mama Smaro vor: Wir brauchen dazu etwas griechischen Joghurt (etwa drei Becher zu je 150 Gramm) und fügen etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer, eine zerdrückte Knoblauchzehe, etwas Zitronensaft und geraffelte Gurke hinzu, verrühren alles sorgsam und lassen es ziehen, bis die Kartoffeln goldbraun sind und herrlich duften.
Dazu servieren wir die glänzenden, schwarzen Kalamata-Oliven, grüne scharf eingelegte Oliven, Schafskäse, Peperoni, Weinblätter, eingelegte Artischocken und Paprika. Und frisches Brot.

Jeden Tag frisch gebackenes Brot.
Dorothea voller Freude über den Frühling.
Der müde Gartenarbeiter Jonathan.

4 Süßigkeiten:

  1. Antworten
    1. Danke, liebe Joanna! Ich freu mich immer so über Dich! Tausend Frühlingsgrüße!

      Löschen
  2. Niedliche Helfer hast du da, und wie schön etwas über den Frühling und deinen Garten zu lesen. Bei uns schneit es gerade wieder, und alles, was im Garten sichtbar ist, sind kahle Zweige und Katzenpfotenspuren. Bäckst du tatsächlich jeden Tag ein Brot?

    AntwortenLöschen
  3. Ja, ich backe jeden Tag mindestens ein Brot, je nachdem, wieviel die Kinder essen. Manchmal sind sie so voller Freude über das eine Brot, dass sie es ganz aufessen. Dann backe ich abends noch eins für den nächsten Morgen... :)

    AntwortenLöschen

Was ist los bei Euch? Lest Ihr noch? Oder seid Ihr schon in der Küche?

 

Rezepte Finden

rezeptefinden.de

Instagram