Wintercouscous zum Frühlingsanfang



Auf den Wunsch zwei meiner Leserinnen hab ich dieses schöne Couscous-Rezept vorgezogen. 
Möhren, Pastinaken und Kürbis mit Kichererbsen, Safran, Zimt und Sternanis. Couscous als Grundlage. 
Ein sättigendes Gericht, das in London inzwischen trotz der kilometerlangen Zutatenliste in den angesagten Locations serviert wird. Wir holen es uns in die unbedeutendsten Winkel und fühlen uns wie in der Metropole. 
Es ist der Abschied vom Winter, ein Willkommensgruß an den Frühling. Das Gemüse zu schneiden ist Meditation, die Gewürze beizugeben Ritual. Wenn ein ottolenghisches Gericht im Ofen gart, beginnt es im ganzen Haus aromatisch zu duften. 
Draußen sprüht der sanfte Wind Reineclaudenblüten von den Zweigen. Ich beobachte die tanzenden Flocken und bin nicht sicher, ob es nicht doch Schnee ist. Jakob erklettert die höchsten Bäume im Garten. Wie ein Affe turnt er im Kirschbaum und neckt Dorothea, die ebenso äffisch im Apfelbaum hängt. Jonathan, mein Jüngster, fährt wild immerzu um die Tanne herum. Am Sonntag wird der Wind stärker - wir ziehen hinaus, um Drachen steigen zu lassen. 







Wintercouscous
(Quelle: Y. Ottolenghi: Genussvoll vegetarisch)

Zutaten: 
2 mittelgroße Möhren, geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten
2 mittelgroße Pastinaken, geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten
8 Schalotten, geschält
2 Zimtstangen
4 Sternanis
3 Lorbeerblätter
5 EL Olivenöl
Salz
1/2 TL gemahlener Ingwer
2 Prisen Kurkuma
2 Prisen scharfes Paprikapulver
2 Prisen Chiliflocken
300 g Kürbis (Ottolenghi schlägt Butternut vor, ich hatte Hokkaido), geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten
75 g getrocknete Aprikosen, grob gehackt
200 g Kichererbsen (aus der Dose oder frisch gekocht)
350 ml Kichererbsen-Kochwasser (oder Wasser)
170 g Couscous
1 große Prise Safranfäden
260 ml kochend heißer Gemüsefond
20 g Butter, zerkleinert
25 g Harissa (das kam mir viel zu viel vor - ich habe nur zwei gute Prisen verwendet - es wird sonst höllisch scharf)
25 g fein gehackte Schale von eingelegten Zitronen (ich habe Schalenabrieb einer Bio-Zitrone verwendet)
30 g Korianderblätter (ich: weggelassen, keine Saison)


Zubereitung:
Das vorbereitete Gemüse, die Pastinaken, die Möhren und die Schalotten, in eine Auflaufform geben und den Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Zimtstangen, Sternanis, Lorbeerblätter, 4 Esslöffel Olivenöl und 3/4 Teelöffel Salz, den Ingwer, Kurkuma, Paprikapulver und Chiliflocken darüber verteilen und alles gut durchmischen.
Die Gemüsemischung eine Viertelstunde im Ofen garen.

Den gewürfelten Kürbis hinzugeben und alles nochmals für etwa eine halbe Stunde im Ofen rösten. Die getrockneten Aprikosen und die Kichererbsen zusammen mit dem Kochwasser (oder mit dem Wasser) hinzufügen und nochmals zehn Minuten in den Ofen stellen.

Währen das Gemüse fertig gart, bereitet man den Couscous zu. Dazu gibt man den Couscous mit dem restliche Esslöffel Öl, dem Safran und mit einem halben Teelöffel Salz zusammen in einen Topf und übergießt ihn mit dem kochenden Fond. Etwa zehn Minuten mit Deckel quellen lassen. Butter hinzufügen, darin schmelzen lassen und den Couscous mit einer Gabel auflockern.

Fürs Servieren Harissa bereit stellen, damit sich jeder nach Belieben nachwürzen kann. Zwei gute Prisen unter das Gemüse mischen, die Zitronenschale darüber geben und nochmals mit Salz abschmecken.

Mit Korianderblättern schmücken. Wenn man sie hat. Im Winter.




2 Süßigkeiten:

  1. Liebe Yushka, schon seit letztem Frühjahr liebäugle ich mit diesem Gericht und jetzt wird's dann wirklich Zeit für's nach- und probekochen! Ich erwäge nämlich das ggf. dann an den Feiertagen zu kochen und damit ich nicht nur den veganen und vegetarischen Teil unserer Familie glücklich mache, sondern auch meine fleischessenden Männer - was denkst du könnte da als Fleisch dazu passen? Ich dachte an das Honig-Safran-Hähnchen, das lieben wir nämlich sehr - oder sind das zwei zu eigenständige Gerichte? Herzlichen Dank und liebe Grüße! Anja

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    1. Liebe Anja! Ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen - vielleicht einmal schon vorher, damit sich nicht an den Feiertagen herausstellt, dass es doch nicht so wirklich passt... Ich kann mir aber vorstellen, dass die beiden Gerichte gut harmonieren (will aber auch nicht dran schuld sein, wenn's dann doch nicht so ist... ;)).
      Liebe Grüße,
      Yushka

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