Traumhafte Mailänder Makronentorte


Träume, Offenbarungen. Ein lieber Gast unserer letzten Kaffeetafel, zu der wir unsere Freunde und die Familie eingeladen hatten, erzählte mir eine wunderbare Geschichte. Sie hatte geträumt. Von eben dieser Torte geträumt, nachdem ich ein Foto davon vorab schon auf Facebook gestellt hatte. Im Traum kam sie voller Erwartung und Hoffnung in unser Haus - Hoffnung, diese Torte könne auf der Tafel stehen. Doch dann sah sie, dass die Torte auf dem Kindertisch stand...
Natürlich war es in Wirklichkeit nicht so - die Torte stand zwischen zwei weiteren Köstlichkeiten auf der Kuchentheke und jeder, auch die Erwachsenen, durfte davon probieren.
Die Torte ist eine meiner absoluten Favoriten - dieses himmlische Machwerk ist nicht nur ein Genuss fürs Auge, sondern schmeckt auch wunderbar nach saftigem Marzipan, süßer Himbeerkonfitüre und gerösteten Mandelblättchen. Ich würde sie beim nächsten Backen allenfalls in doppelter Höhe backen und innen noch eine weitere Marzipanschicht einziehen.


Mailänder Makronentorte
(Quelle: Backvergnügen wie noch nie: Das große GU Bild-Backbuch in Farbe (GU Sonderleistung Kochen)*

Zutaten: 
Mandelbiskuit:
6 Eigelb
3 EL warmes Wasser
120 g Zucker
Schalenabrieb einer halben Bio-Zitrone
4 Eiweiß
1 Prise Salz
80 g Mehl
20 g Speisestärke
120 g abgezogene gemahlene Mandeln

Füllung und Makronendekor:
300 g Himbeerkonfitüre (möglichst ohne Kerne - oder durch ein Sieb gestrichen)
400 g Marzipan-Rohmasse
100 g Zucker
6 Eigelb
1 EL Rum
1 Eiweiß

Dekoration: 
80 g geröstete Mandelblättchen

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Zubereitung: 

Den Boden einer Springform von 26 cm Durchmesser fetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Eigelb mit dem Wasser, 40 g Zucker und Schalenabrieb schaumig schlagen.
Die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und dabei den restlichen Zucker einrieseln lassen.
Den Eischnee unter die Eigelb-Zucker-Masse heben.
Mehl und Speisestärke über die Masse sieben und mit den Mandeln unterziehen.

Zubereitung der Biskuitmasse mit dem Thermomix:
Schmetterling einsetzen. Eiweiß mit der Prise Salz in den Mixtopf geben. 2 Minuten auf Stufe 4 steif schlagen. Zucker, Wasser und Schalenabrieb hinzugeben und weitere 2 Minuten auf Stufe 4 schlagen. Eigelb hinzugeben und 15 Sekunden auf Stufe 4 unterrühren.
Mehl, Stärke und Mandeln hinzugeben und 20 Sekunden auf Stufe 2 unterheben.

Die Biskuitmasse in die Springform geben, glatt streichen und im unteren Drittel des heißen Ofens etwa 35 bis 40 Minuten backen. Etwa zehn Minuten in der Form abkühlen lassen. Mit einem spitzen Messer vom Formrand lösen. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen und möglichst eine Nacht ruhen lassen. Der frische Biskuit wäre nur sehr schwer zu schneiden und würde stark krümeln.

Am nächsten Tag den Boden zwei Mal horizontal durchschneiden. Zwei Böden mit 200 Gramm der Konfitüre bestreichen und alle Böden aufeinander setzen. Den Backofen auf 250 Grad vorheizen.

Das Marzipan mit dem Zucker, den Eigelb und dem Rum schaumig verrühren.
Die Hälfte der Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Die andere Hälfte mit dem Eiweiß verdünnen und die Torte mit der verdünnten Masse ringsherum gleichmässig bestreichen.
Mit dem Spritzbeutel eine Blütenform auf die Torte spritzen.

Die verzierte Torte auf der mittleren Schiene nochmals etwa zehn Minuten überbacken, bis die Blüte goldbraun gefärbt ist. Dabei den Ofen nicht aus den Augen lassen, um den richtigen Zeitpunkt zum Herausholen nicht zu verpassen.

Die restliche Konfitüre etwas erwärmen, um sie gut streichfähig zu machen und den Rand damit bestreichen. Die gerösteten Mandelblättchen ringsherum am Rand andrücken.
Die Blüten lassen sich am besten mit einem weiteren mit Konfitüre gefüllten Spritzbeutel ausfüllen.
Mit einem Zahnstocher oder Scribe Tool bis zu den Spitzen ausziehen.

Dieses Prunkstück passt auf jede festliche Tafel und wird sicher Jung und Alt bis in die Welt der Träume begleiten.
Mit einer guten Tasse Kaffee oder Tee ein Hochgenuss.



10 Süßigkeiten:

  1. Eine Wahnsinnstorte! .... wie könnte man sie über 600 km transportieren?

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    1. Im Kofferraum in einem Tortencontainer kein Problem, liebe/r Anonym. Bitte verrate mir doch einfach das nächste Mal wenigstens deinen Vornamen, damit ich dich richtig ansprechen kann...

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    2. sorry, das war nicht meine absicht. ich war völlig hin und weg von deiner torte. bin ulrike.
      ist es evtl. vielleicht besser, die torte vorher einzufrieren?

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    3. Liebe Ulrike! Das würde ich nicht empfehlen. Die Makronenmasse würde beim Auftauen feucht und weich werden. Die Torte besteht ja nur aus Biskuit, Marmelade und Makronenmasse. Die kann man ohne Weiteres ungekühlt einige Stunden transportieren. Und sie sollte vor dem ersten Anschneiden auch nicht in den Kühlschrank, weil dann ebenfalls die Makronengarnitur leidet. Dann, wenn noch übrig ist, kann sie natürlich in die Kühlung. Sie schmeckt dann auch immer noch gut, aber das Knusprige ist dann eben weg. Wünsche gutes Gelingen!

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  2. Sieht mega lecker aus! Aber ist die nicht zu trocken so ganz ohne Cremefüllung?

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    1. Nein, durch die Konfitüre und die Marzipanhaube schmeckt sie flaumig-fruchtig. Aber es steht jedem natürlich frei, noch eine Creme hineinzubasteln, liebe/r Anonym.

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  3. Ich möchte die so gerne nachblicken aber ich hasse Marzipan. Wie könnte ich es ersetzen? Hast du vielleicht eine Idee? Deine Torten sind immer der absolute Hammer!

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    1. Liebe Heidi, du könntest vielleicht Baisermasse probieren. Das müsste im Prinzip ganz ähnlich gehen. LG, Yushka

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  4. Hallo, bei den "120 abgezogene gemahlene Mandeln" meinst Du da 120 Mandeln oder 120g Mandeln?
    Danke
    LG
    Alfred

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    1. Sorry, das ist eine Auslassung - ich meine Gramm. :)

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