Avocadotorte mit Limetten-Schokoladen-Creme und ein schöner Tag im Mai


Am Muttertag denke ich an meine Kinder, an die Geschichte meiner Kinder.
Die Jahre ziehen vorbei - Alltägliches füllt unsere Tage. Ich bin froh über jeden Tag, an dem es meinem kranken Kind gut geht.
Es geht ihm nicht immer gut. Dennoch: Wir sind glücklich, dass er seit den Osterferien wieder eine ganz normale Grundschule besucht - eine Schule mit sehr gutem Ruf allerdings.
Und er hat endlich einen Freund gefunden! Voller Freude erzählt er mir jeden Tag, dass sie ihr Brot miteinander teilen und in den Pausen immer zusammen spielen. Nach einem ersten Besuch bei ihm war er vor lauter Freude und Begeisterung über die Erlebnisse dort nicht mehr zu bremsen und gab mir einen genauen Bericht über jedes Detail des Besuchs.
Besonders wichtig war das Erlebnis, die am Tag zuvor geborenen Kaninchen gesehen zu haben - ganz sanft durfte er sie einmal anfassen und er schien sehr erstaunt über die Tatsache, dass sie weder Fell hatten, noch aufstehen oder gar hoppeln konnten.
So kommen unsere Kinder auf die Welt: Ohne Fell. Ohne hoppeln zu können. Wir dürfen sie nicht im Stich lassen, sonst sind sie verloren. Wer das dennoch tut, muss sich darüber im Klaren sein, was es für ein kleines nacktes Junges bedeutet, der Welt ohne Schutz ausgesetzt zu sein.
Wie gut, dass die Vorsehung mir und meinen schutzlosen Kleinen den Ritter geschickt hat. Was wäre nur aus uns geworden ohne ihn? Was wäre aus meinem Sohn geworden ohne ihn?
Heute können wir mit ihm schon wieder Ausflüge machen - wenn es gut läuft. So wie an diesem sommerlichen Tag im Mai, an dem wir zum Geocaching in die nächste Umgebung unseres Dorfes ausgeschwärmt sind. Dieser Tag vor Jonathans Geburtstag war ein strahlend schöner Maitag, ganz ähnlich wie vor fünfzehn Jahren, als ich mein erstes Kind, meinen Johannes, zum ersten Mal in den Armen hielt.



Was also feiern wir am Muttertag? Unsere Mütter, die uns nicht verlassen. Egal, was geschieht. Sie kämpfen für uns wie Löwinnen um ihre Kleinen. Nichts lassen sie sich gefallen. Sie wischen unsere Tränen weg, wenn wir nicht mehr dazu in der Lage sind. Sie kümmern sich um uns, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Sie liegen nächtelang wach und denken darüber nach, wie sie uns helfen können. Sie stehen zu uns, auch wenn wir Fehler machen. Sie verlassen uns nicht.



Auch die Väter, die uns nicht verlassen, feiern wir. Aber viele der Väter geben zu schnell auf. Sie stehen nicht zu ihren Kindern. Sie wischen ihnen keine Tränen ab. Sie wollen die Tränen nicht einmal sehen. Wir halten uns an die, die zu uns stehen. Keine Kompromisse. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Besuchen sie uns, wenn wir krank und müde sind? Wenn wir ihre Hilfe so besonders nötig haben? Oder bleiben sie fern... Und diese Erkenntnis wird unser ganzes Leben beeinflussen. Das ganze vergangene und das zukünftige Leben. Und das Heute.


Sonnenschein über den Wiesen und Feldern im Kraichgau. Zirpende Grillen. Fröhliches Kinderlachen und Ernsthaftigkeit bei der Suche nach den Schätzen in der Landschaft. Kein Zank, kein Quengeln. Ein rundum gelungener Tag, dieser Tag im Mai.


Und eine gefüllte Torte für den Geburtstag. Für einen Muttertag. Für irgendeinen Tag, egal welchen Tag, einen Tag mit Sonne oder ohne, einen Tag im Jetzt und Hier, einen Tag wie jeder andere, einen besonderen Tag. Den Tag einer Geburt. Den Tag einer Mutter.


Avocadokuchen mit Limetten-Schokoladen-Creme

Zutaten
Für den Boden: 
225 g weiche Butter
350 g Mehl
1 reife Avocado (ca. 250 g)
1 TL Zitronensaft
200 g Zucker (ich nehme bei Torten übrigens immer den feinen Backzucker)
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
4 Eier
1 Päckchen Weinstein-Backpulver
50 g gemahlene Mandeln (gehäutet)
50 ml Milch

Für die Creme: 
200 g weiße Schokolade
abgeriebene Schale von einer Bio-Limette oder einer halben Bio-Zitrone
Limetten- oder Zitronensaft nach Geschmack (ich habe Pi mal Daumen einfach etwas hinzugefügt)
100 g Mascarpone
400 g Sahne
2 Päckchen Sahnesteif
2 Päckchen Vanillinzucker

Für die Garnitur:
1 Limette
Schokodekorherzen

Zubereitung: 
Eine Springform von 26 cm Durchmesser fetten und bemehlen. Das Avocadofleisch herauslösen und mit dem Zitronensaft fein pürieren.
Den Backofen auf 175° Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Butter, den Zucker, den Vanillezucker und eine Prise Salz einige Minuten cremig rühren (TM: 2 Minuten Stufe 4).
Die Eier nacheinander hinzugeben und unterrühren (TM auf Stufe 4 laufen lassen und die Eier einzeln durch die Deckelöffnung hinzugeben).
Das Mehl mit dem Backpulver und den gemahlenen Mandeln vermischen und dann abwechseln mit dem Avocadopürree und der Milch unterrühren (TM: Mehlmix, Pürree und Milch in den Mixtopf geben und alles etwa 40 Sekunden auf Stufe 4 verrühren - evtl. etwas mit dem Spatel nacharbeiten).

Den Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und im vorgeheizten Ofen etwa 60 Minuten backen. Etwa zwanzig Minuten vor dem Ende der Backzeit den Kuchen mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Herausnehmen und in der Form etwas abkühlen lassen. Herauslösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Einmal horizontal durchschneiden, so dass zwei Böden entstehen.

Für die Creme die Schokolade schmelzen. Die Limetten-/oder Zitronenschale einrühren. Abkühlen lassen. Mascarpone und etwas Saft untermischen, bis eine homogene Creme entstanden ist.
200 Gramm Sahne mit dem Sahnefest und dem Vanillinzucker steif schlagen und unter die Creme heben (Thermomix: Die Schokolade in Stücken in den Mixtopf geben und auf Stufe 8 einige Sekunden fein hacken. Bei 50 Grad auf Stufe 2 bis 3 einige Minuten schmelzen lassen. Mascarpone, Abrieb und Saft hinzugeben und 20 Sekunden auf Stufe 4 verrühren. Die Sahne separat steif schlagen und unterziehen).

Den ersten Boden auf eine Tortenplatte setzen. Mit einem Tortenring umstellen. Die Hälfte der Limettencreme darauf verteilen. Den zweiten Boden aufsetzen und die übrige Creme darauf glatt verstreichen. Die Torte drei Stunden kalt stellen.

Den Tortenring von der Torte lösen und die restliche Sahne ebenfalls mit Sahnefest und Vanillinzucker steif schlagen. Die Sahne in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen. Mit einem Tortenteiler die gewünschte Anzahl Stücke auf der Torte markieren und Sahnetuffs darauf spritzen.
Mit Limettenscheibchen und Herzchen verzieren.

Die Torte kann mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie zieht immer weiter durch und wird immer besser. Wer mag, kann diesen Umstand ausnutzen und die Böden mit etwas Likör tränken und die Torte vor dem Füllen erst einen Tag durchziehen lassen. Die Sahne sollte selbstverständlich erst kurz vor dem Servieren aufdekoriert werden.


Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. Berichtet mir doch gerne, was ihr heute für eure Mütter gebacken habt!
Süße Grüße aus meiner Küche,
Eure Yushka

5 Süßigkeiten:

  1. Liebe Yushka,
    ich danke Dir für diesen wunderbaren post, von ganzem Herzen und mit voller Zustimmung.
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Muttertag
    liebe Grüße
    Viola

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  2. Liebe Yushka ,
    schöner könnte ein Dichter so einen Tag auch nicht beschreiben. Danke für diese wundervollen Zeilen ! Du wirst den schönsten Muttertag haben, so wie viele Muttis !
    Liebe Grüsse
    Irmgard aus Tirol

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  3. Ja, es diese kleine, für Viele unbedeutende, Dinge die aus einem gewöhnlichen Tag etwas ganz besonderes machen. Glückmomente kann man nicht einfangen aber man kann sie im Herzen in einer Ecke speichern. Ich wünsche dir eine ganze Kiste dieser Momente mit deiner kleinen Bande.

    Schönen Rest Muttertag noch für dich.

    Genießer Grüße aus meiner Küche

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  4. Liebe Yushha,
    Ein Klasse Rezept :-)
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

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Was ist los bei Euch? Lest Ihr noch? Oder seid Ihr schon in der Küche?

 

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