Lauch-Kartoffel-Suppe mit gebratenen Apfelringen und Maroni


Einen ganzen Korb voller Maronen haben wir vor kurzem im Heidelberger Wald gesammelt - da müssen jetzt eine Menge Rezepte her, um sie überhaupt alle verarbeiten zu können. Sie schmecken wunderbar einfach nur kreuzweise auf der kugelrunden Seite eingeritzt und etwa zwanzig Minuten auf den Grill gelegt - das Aroma ist dann so wie beim Maroni-Mann im Winter auf dem Weihnachtsmarkt - würzig, nussig, leicht süßlich und etwas angebrannt. Maroni sind sehr sättigend - manchmal essen wir sie so gegrillt einfach als Abendbrot.
Aber Maroni sind so vielseitig - man kann sie in Vanillesirup einlegen, man kann sie kochen, braten, grillen, in der Mikrowelle garen, zu Püree oder einer köstlichen Maroni-Sahne-Torte verarbeiten, als nussig-süßliche Komponente zu einem würzigen Braten reichen und... und... und...
Maroni sind neben den himmlischen Quitten das, was ich am Herbst am meisten liebe.
In diesem köstlichen Rezept spielen gebratene Maronen und Apfelringe die grandiose Hauptrolle - Lauch, Kartoffeln und frischer Majoran - aus dem herbstlichen Garten gepflückt - dürfen die Hauptdarsteller bodenständig unterstützen.


Lauch-Kartoffel-Suppe mit gebratenen Apfelringen und Maroni
Zutaten (für vier Portionen):
1 Gemüsezwiebel
600 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
4 Äpfel (Elstar, Rubinette oder Jona Gold)
2 EL Rapsöl
50 ml Weißwein
1 l Gemüsebrühe (vorzugsweise hausgemacht)
1 Lorbeerblatt (bei mir frisch aus dem Garten)
200 g Lauch
6 Stängel Majoran und weitere zum Garnieren
200 g vorgegarte Maroni
30 g Pflanzencreme (pflanzliches Fett)
Salz
1 Prise Zucker
Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung: 
Anmerkung: Selbstverständlich lässt sich diese Suppe auch im Thermomix zubereiten. Ich habe sie jedoch dieses Mal im Topf gekocht und den Thermomix nur zum Zerhäckseln der Zwiebel verwendet. Da ich schöne Kartoffel- und Apfelwürfel haben mochte, habe ich sie per Hand geschnitten.

Die Zwiebel und die Kartoffeln schälen und würfeln.

Zwei der vier Äpfel schälen, entkernen und würfeln (alle diese Schritte lassen sich in Sekunden im Thermomix erledigen - allerdings hat man dann nur Häcksel und keine Würfel und man sollte dann auch gleich zu Anfang und als allererstes die Majoranblättchen fein und die Maroni grob hacken).

Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel, die Kartoffelwürfel und die Äpfelwürfel darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig werden (TM: 5 Minuten Varoma Linkslauf Stufe 1).

Alles mit dem Weißwein ablöschen und wieder aufkochen. Die Gemüsebrühe und das Lorbeerblatt hinzugeben und die Suppe zehn Minuten ohne Deckel köcheln lassen (TM 10 Minuten 90 bis 100 Grad Linkslauf Stufe 1 - die Suppe sollte nicht die ganze Zeit 100 Grad haben - das ist nicht nötig - ich schalte sie auf 90 Grad, sobald sie zu stark zu kochen beginnt).

Den Lauch in dünne Scheiben schneiden, die Majoranblättchen von den Stängeln abzupfen und fein hacken.

Lauch und Majoran zur Suppe hinzugeben und weitere zehn Minuten ohne Deckel mit köcheln lassen (TM 10 Minuten 90 Grad Linkslauf Stufe 1).

Die Maronen grob hacken.

Die zwei übrigen Äpfel ungeschält mit einem Kernausstecher entkernen und dann mehrfach quer durchschneiden, so dass dünne Ringe entstehen.

Die Ringe in der Pflanzencreme (ich habe Kokosfett genommen) goldbraun anbraten (etwa 2 Minuten pro Seite) und die gehackten Maroni hinzugeben. Einige Minuten mitbraten lassen.
Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken.

Die Suppe mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und zusammen mit den Apfelringen und den Maroni servieren.

Auf jeden Teller ein Majoranzweiglein zur Dekoration geben.

Guten Appetit!


Inspiration: Veggie 05/14

4 Süßigkeiten:

  1. Warum hast Du die Apfelringe in Kokosfett gebraten? Wenn Du kein tierisches Fett möchtest (geschmacklich wäre Butter sicher eine sehr attraktive Lösung gewesen), dann hättest Du da genauso Rapsöl nehmen können.

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    1. Das stimmt - Butter wäre sicher gut gewesen. Aber ich probiere gerade mehrere vegane Rezepte aus und hatte auch nur Kokosfett da, kein Rapsöl (mehr). Meinst du, Rapsöl hätte besser geschmeckt?

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  2. Liebe Yuschka,
    Ein sehr feines Rezept, sieht sehr lecker aus!!!
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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    1. Danke, liebe Sabine. Ist wirklich fein. Alltagsfein sozusagen... ;)

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