Christmas Cookie Club: 22. Türchen - Schneeflöckchen von Rohstoffverarbeitender Betrieb

Montag, Dezember 22, 2014

Schneeflöckchen - Plätzchen, die im Mund zergehen

Herzlich willkommen zum 22. Türchen!
Heute gibt es für alle, für die Weihnachten ohne selbstgebackene Kekse kein wirkliches Weihnachten ist, einen Keks für Kurzentschlossene. Soll heißen, dass diese Keksorte sehr schnell gemacht ist und gut auch am 24. morgens noch für den heiligen Abend hergestellt werden kann.

Kurz vorweg aber ein paar Worte zu demjenigen, der hier gerade "spricht". Ich denke, die meisten von Euch werden mich noch nicht kennen. Mein Name ist Jens. Ich beschäftige mich in meiner Freizeit, sofern diese es zulässt, mit allen möglichen leckeren Dingen, die man zu Hause selber aus Lebensmitteln bzw. Rohstoffen herstellen kann. Bei uns zu Hause wird seit eh und je abends warm gegessen und dann immer frisch ohne Tüten oder vorverarbeitete Lebensmittel. Daraus ist dann ein Hobby entstanden, genau die Dinge, die man heutzutage schon als quasi "Rohstoff" wahrnimmt und nicht hinterfragt, selber herzustellen. Das fing bei Pasta an und erstreckt sich mittlerweile über hausgemachtes Sahneeis bis hin zu Milchprodukten wie Mascarpone und Frischkäse. Die Ergebnisses dieses Hobby habe ich dann irgendwann versucht der Welt öffentlich zu zeigen. Daraus ist die Seite "Rohstoffverarbeitender Betrieb" entstanden. So viel zu mir vorweg, damit Ihr eine Vorstellung habt, von wem die folgenden Zeilen stammen.

Wie gesagt geht es heute um einen schnellen Keks, der seit meiner Kindheit eigentlich zu Weihnachten nicht fehlen darf. Eigentlich deswegen, weil ich ihn aus der Kindheit noch in einer anderen Form kenne und ihn dieses Jahr frisch wiederentdeckt habe. Ich kenne ihn noch unter dem blumigen Namen "Schneeflöckchen". Dabei handelt es sich um ein Buttergebäck, welches auf der Zunge förmlich zerfällt wie eine weiche Schneeflocke. Ich finde diese Gefühl einfach nur himmlisch, wenn der Keks von ganz alleine zerfällt und sein ganzes Aroma freisetzt.
Die Arbeitszeit bei diesem Keks ist denkbar gering, weil wir nichts ausstechen oder langwierig vorbereiten müssen. Teig herstellen, kurz ruhen lassen, Kekse schneiden, backen, fertig. Das ist kurz umrissen das heutige Programm.

Folgende Zutaten werden dafür benötigt:

250g Butter
250g Speisestärke
100g Mehl
100g Puderzucker
2 Vanilleschoten
1 Bio-Zitrone

Das Ergebnis dieser Zutaten sind am Ende 65 bis 70 Kekse. Genug, um Weihnachten damit über die Runden zu kommen.

Nun aber mal ans Eingemachte. Zuerst wird natürlich der Teig gemacht.
Vorweg ein Wort zu der Butter. Weil wir mit Ihr einen Teig kneten, sollte sie nicht eiskalt und steinhart sein. Ihr müsst sie auch nicht in der Mikrowelle vorwärmen oder ähnliches. Stellt sie einfach raus, bis sie ungefähr Zimmertemperatur hat. So wie beim Sonntagsfrühstück, wenn sie auch eine Weile auf dem Tisch steht und nach und nach weicher wird.
Nun gebt Ihr Mehl, Speisestärke, Puderzucker und die Butter in eine Rührschüssel. Ihr kratzt jetzt noch das Mark aus der Vanilleschote und gebt es ebenfalls dazu. Abschließend kommt noch der Abrieb einer ganzen Bio-Zitrone hinzu.
Erschreckt bitte nicht ob der Mengen an Vanillemark und Zitronenabrieb. Am Ende schmecken die Kekse definitiv nicht nur danach. Die Vanille wird angenehm zu schmecken sein, ohne den Geschmack zu dominieren. Und das Aroma der Zitronenschale wird dem Keks nur eine leichte Zitronennote geben, ohne in den Vordergund zu treten. Also keine Angst, es wird alles gut!

Damit wäre die gesamte Zutatenliste abgearbeitet und der Teig wird geknetet. Ich lasse das immer die Küchenmaschine machen. Dabei ist es ganz wichtig nicht ungeduldig zu werden. Zuerst vermengt sie alle Zutaten sehr gut miteinander und verknetet auch die Butter mit den restlichen Zutaten. Dabei wird der Teig immer feiner bis er schlielich nur noch aus ganz kleinen Krümeln besteht. Jetzt einfach Ruhe bewahren und die Maschine machen lassen. Nach und nach werden aus den vielen kleinen Krümeln größerer Krümel, noch größere Krümel und ein schöner Teig. Das kann gut 10 Minuten dauern, also ruhig bleiben und die Maschine machen lassen.

Wenn der Teig geknetet ist kommt er in Frischhaltefolie und wird für 30-40 Minuten im Kühlschrank kalt gestellt. Jetzt muss die Butter wieder ein bisschen fester werden, denn sonst werden die Kekse eine sehr schmierige Angelegenheit.
Nach der besagten Ruhezeit ist der Teig bereits deutlich fester. Jetzt kann er wunderbar verarbeitet werden. Vorab mehlt Ihr bitte die Arbeitsfläche. Auch wenn der Teig fester ist, kommen wir leider nicht gänzlich ohne Mehl aus. Dann nehmt Ihr eine Portion des Teiges ab und formt eine rundliche Stange aus ihm. Auf der bemehlten Arbeitsfläche wird die Teigstange nun noch dünner gerollt. Sie soll ungefähr 2 bis 3 Daumendicken im Durchmesser haben.

Teigstange aus Schneeflöckchenteig

Wenn Ihr das habt, schneidet Ihr einfach Scheiben von der Stange ab. Schneidet diese aber bitte ein bisschen dicker als Ihr die Kekse am Ende haben wollt. Auf dem Backblech werden die Kekse noch mit einer Gabel eingedrückt, damit sie ihr typisches Muster bekommen.
Die Teigscheiben legt Ihr nun auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech und zum Schluß werden alle zukünftigen Kekse mit dem Gabelmuster versehen. Dafür haltet Ihr die Gabel flach und parallel zur Arbeitsplatte und drückt mit den Zinken den Keks etwas ein.
Dabei aber bitte die Gabel immer wieder in Mehl halten, sonst wird das ein sehr innige Beziehung zwischen Keksteig und Gabel!

Gabelmuster auf Schneeflöckchenteig

Das volle Backblech kommt für ca. 15 Minuten bei 175 Grad Umluft in den Backofen. Entscheidet dann bitte nach Optik, ob die Kekse fertig sind. Bei mir dürfen sie ruhig etwas Farbe bekommen, andere mögen sie möglichst hell. Von daher wäre es sinnvoll sich die Eieruhr auf 12 Minuten zu stellen und dann nach Optik das Blech herauszuholen.

Goldbraun gebräunte Schneeflöckchen

Weil die Kekse schnell geformt sind würde ich empfehlen den Teig, wenn der Ofen gerade voll ist, wieder in den Kühlschrank zu legen. Sonst ist die Butter im Teig im Nu wieder weich und wir haben wieder die besagte klebrige Angelengenheit beim Verarbeiten des Teiges.
Ich verwende grundsätzlich nur Butter. Es stellt sich aber durchaus die berechtigte Frage, ob es auch mit Margarine funktionieren würde. Ich habe durchaus schon von geglückten Versuchen gehört, das aber noch nie persönlich ausprobiert. Mein Tipp wäre: Einfach versuchen. Nur wer ausprobiert und experimentiert, entwickelt ein Gefühl für die richtige Rezeptur.

Das war auch schon das ganze Geheimnis um diese Kekse. Der Arbeitsaufwand ist echt gering und die Kekse schmecken einfach nur fantastisch.
Scheut Euch auch nicht, andere Gewürze und Aromen als Vanille und Zitrone auszuprobieren. Diese Kekse können in alle mögliche Richtungen aromatisiert werden, gerade weil sie selber nur diesen feinen Geschmack mitbringen und andere Aromen nicht überlagern. Probiert aus und traut Euch ruhig mal ein paar kühne Variationen zu. Für alle, die sich auf Anhieb nicht trauen, habe ich ein paar Variationen vorbereitet. Auf meinen Blog findet Ihr weitere Rezepte mit genau derselben Grundrezeptur der Schneeflöckchen, allerdings mit anderen Gewürzen und Aromen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Kekse backen und eine wunderschöne Weihnachtszeit!

***

Lieber Jens, herzlichen Dank für deine schnellen Schneeflocken, die so wunderbar wie Schnee auf der Zunge schmelzen und so schnell gemacht sind, dass man sie noch an Heiligabend zubereiten könnte. In diesen letzten Tagen vor dem Fest sind wir alle für Einfachheit und Klarheit zu haben.

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2 Süßigkeiten

  1. oh ich liebe solch einfache, schnelle Dinge!!! Mal sehen ob ich es in diesem Jahr noch schaffe!

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    1. Meine Daumen sind gedrückt, Annett! Ich feuer Dich an und versuche Dir die bösen Geister fernzuhalten ;-)

      Gruß,
      Jens

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