Yes-Torte: Calendar of Ingredients mit Orange, Vanille und Muskat

Donnerstag, Januar 28, 2016

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Im letzten Jahr der Calendar of Cakes - jetzt der Calendar of Ingredients. Muskat, Vanille und Orange im Januar. Ich freue mich, dass wir jetzt sechs Bloggerinnen sind:
Sechs Blogs, zwölf Monate, je drei verschiedene Zutaten. Mit dabei sind Das Knusperstübchen, Malu's Köstlichkeiten, Ofenkieker, Sandra's Tortenträumereien, Sweet Pie und ich selbst.


Im Januar ist Sandra von Sandra's Tortenträumereien die Gastgeberin und so reiche ich gerne meine Riesen-Yes-Torte bei ihr ein, verfeinert mit einer Prise Muskat, etwas Orangenschalenabrieb und dem Mark einer Vanilleschote.
Lange schon hab ich es aus vielen Gründen abgelehnt, fertige Kuchenriegel zu kaufen - besonders aber von Firmen wie Nestlé, deren Produkte ich grundsätzlich nicht mehr kaufe. Wer mehr dazu wissen möchte, sollte sich den Dokumentarfilm Bottled Life anschauen.
Selber gemacht und im Großformat schmeckt dieses Törtchen außerdem nicht nur viel besser als das Original, sondern man kann auch bestimmen, ob Alkohol darin enthalten sein soll oder nicht - auch das ein wunder Punkt beim abgepackten Kuchenriegel - lange Zeit wurde einfach verschwiegen, dass der Boden mit Alkohol getränkt war - siehe dazu auch den Wikipedia-Artikel.

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Bei mir in der großen Torte ist jedenfalls ganz dezidiert Alkohol enthalten - nämlich ein schöner Schuss Grand Marnier, also Orangenlikör. 
Plus Muskat im Schokoladenteig - das gibt ihm eine schöne herbe Note. Und nicht zu vergessen... das Mark einer Vanilleschote. Insgesamt ein Gedicht aus zart schmelzender Schokoladenbuttercreme, edler Kuvertüre und flaumigem Schokoladenboden.
Obenauf habe ich anstelle der hellen Schokoladenstreifen Karamell geträufelt - ich würde sagen: Beim nächsten Mal muss da zuerst eine Lage Karamell auf den Riegel und dann erst die Kuvertüre obenauf - das würde das Ganze nochmals ums Tausendfache ins Himmlische steigern. 
Aber nun ja, auch so kann man zu diesem schon optisch unwiderstehlichen Torty nicht nein sagen - stellt euch jetzt noch diesen schokoladig-sahnigen, karamellisierten, orangenen, vanillösen, muskatschwangeren Duft dazu vor! Also. Zum Rezept.

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Riesen-Yes-Torty mit Grand Marnier und Zartbitter-Karamell-Guss

Zutaten: 
Für den Schokoladenteig:
40 g Butter, zerlassen
2 Eier, Größe M
1 gute Prise Salz
100 g Zucker
das Mark einer halben Vanilleschote (für die Creme dann die zweite Hälfte verwenden)
2 EL kaltes Wasser
60 g Mehl
2 TL Backpulver (Weinstein)
20 g Stärke
30 g Back-Kakao
eine Prise frisch geriebene Muskatnuss
Schalenabrieb einer halben Bio-Orange

etwa 4 EL Orangenlikör zum Beträufeln des Bodens (wer das nicht möchte, kann auch Orangensirup herstellen: 1 Teil Zucker, 1 Teil Wasser - zu einem Sirup einkochen lassen und mit Orangenschalenabrieb aromatisieren - oder aber mit frisch gepresstem Orangensaft tränken) - ich habe den Likör mit etwas Espresso-Instant-Pulver vermischt - das gibt einen wunderbaren Geschmack

Für die Schokoladenbuttercreme:
280 ml Milch
100 g Zartbitterkuvertüre
1 gute Prise Salz
60 g Zucker
das Mark der anderen Hälfte der Vanilleschote
4 EL kalte Milch
30 g Stärke
2 Eigelb, Größe M
200 g zimmerwarme Butter

Für den Guss:
300 g Zartbitterkuvertüre
150 g Sahne (optional)
etwas salzige Karamell-Sauce oder etwas Milchschokolade für das Muster

Eine rechteckige Springform oder einen Backrahmen - meine Springform hatte 24 mal 35 cm.

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Zubereitung: 
Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form fetten und bemehlen.
Für den Schokoladenteig die Eier, das Salz den Zucker, das Mark der Vanilleschote und das kalte Wasser schaumig rühren. Mehl, Backpulver und Stärke mischen und darüber sieben. Die Prise Muskat darüber reiben und den Orangenschalenabrieb hinzugeben. Alles vorsichtig unter die Ei-Masse ziehen. Die zerlassene Butter langsam hinzu fließen lassen und unterrühren.
(Thermomix: Einen All-In-Teig herstellen - 40 bis 50 Sekunden auf Stufe 5.)
Den Teig in die Form geben und glatt streichen. Wer ihn etwas dicker haben möchte, kann auch eine quadratischen Rahmen von 24 cm nehmen.
Im vorgeheizten Backofen etwa 12 bis 15 Minuten backen - die Stäbchenprobe nicht vergessen.
Aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kühlgitter auskühlen lassen.

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Für die Schokoladenbuttercreme die Milch mit dem Mark der Vanilleschote und der Schote in einem kalt ausgespülten Topf erhitzen - nicht kochen lassen. Die Schote entfernen. Die 100 g Zartbitterschokolade hacken und in der Milch schmelzen lassen.
60 g Zucker und das Salz hinzugeben.
Die Stärke mit 4 Esslöffeln kalter Milch und dem Eigelb verquirlen, bis keine Klümpchen mehr in der Mischung zu sehen sind.
In die Schokoladen-Vanille-Milch einrühren. Unter Rühren bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten köcheln lassen, bis ein Pudding entstanden ist.
In eine Schale umfüllen und direkt auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie bedecken. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen (man kann den Pudding auch auf den Balkon stellen, damit er schneller abkühlen kann).
Die zimmerwarme Butter cremig rühren. Den ebenfalls auf Zimmertemperatur abgekühlten Pudding löffelweise unterrühren lassen.

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Den Boden aus der Form lösen. Einmal längs durchschneiden, so dass zwei längliche Rechtecke entstehen. Je nach Höhe kann man den Boden auch horizontal schneiden. Einen der Böden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Den Likör (Sirup oder Saft gehen auch - siehe dazu oben) darüber träufeln.
Die Schokoladenbuttercreme gleichmäßig darauf verteilen und glatt streichen. Den zweiten Boden darüber setzen. Ich hatte noch Creme übrig und habe nochmals eine Schicht Buttercreme obenauf gegeben - war lecker, muss man aber nicht.
Alles mindestens 15 Minuten kalt stellen, damit die Torte fest werden kann.
Die Zartbitterkuvertüre fein hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Oder aber mit der aufgekochten Sahne übergiessen und eine Ganache herstellen. Für das Muster entweder etwa 50 g Vollmilchkuvertüre schmelzen lassen und in Streifen über die Torte laufen lassen, oder etwas Karamellsauce dazu benutzen. Alles mit einem Holzstäbchen oder verziehen, so dass ein Muster entsteht.
Kalt stellen, damit die Kuvertüre anziehen kann.

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Die Torte vor dem Servieren etwa eine Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen. Mit einer guten Tasse Kaffee oder Tee genießen.

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Yes-Torte: Calendar of Ingredients im Januar mit Orange, Vanille und Muskat

Anmerkung für mich: Beim nächsten Mal noch eine Schicht frische Orangen mit einziehen - das wäre schön fruchtig!

Süße Grüße,
Yushka

Inspiration: Lecker Bakery No. 1/16

Noch mehr schöne Rezepte:

11 Süßigkeiten

  1. Das ist mal ein geniales Yes-Törtchen =D
    Gruß scrapkat

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  2. Was für ein Törtchen! Möchte gerne ein kleines Stück kosten.
    LG Dagmar

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    1. Würde dir gerne eins anbieten, aber ... alles längst weggenascht!

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    2. Hab ich mir schon fast gedacht...

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  3. Wooohooooo! Toller Beitrag zu unserem Jahresblogevent Yushka! Klasse!

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    1. Yahaaaa! Freut mich, dass er dir gefällt! :)

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  4. Liebe Yushka, ich habe leider keinen passenden viereckigen Backrahmen. Wenn ich das ganze in einer runden Tortenform backen möchte, welchen Durchmesser würdest du mir empfehlen?

    Danke und liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Ich würde es mit einer 26-er Form versuchen, liebe Ingrid. 🎂🎉

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  5. So, nun habe ich doch noch einen passenden Backrahmen aufgetrieben - wirkt einfach authentischer als eine runde Kuchenform :-) Auch habe ich deinen Tipp beherzigt und eine Orangenfüllung in Form von dünn aufgestrichener Orangenmarmelade dazugegeben - hat sich super gemacht. Und obwohl ich mich strikt an das Rezept von dir gehalten habe, hatte ich viiiiel zu viel Füllung übrig, dabei habe ich noch einen Teil obenauf gestichen. Der Rest der Füllung kann ich als Dessert noch mit Früchten den Meinen vorsetzen. Wenn ich das Törtchen das nächste Mal backe, werde ich es mal mit der halben Füllmenge versuchen, zumal du ja gesagt hast, dass das "obenauf" nicht unbedingt notwendig wäre. So ist's zwar auch sehr lecker, aber eben auch extrem "fuhrig", wie man bei uns sagt....

    LG
    Ingrid

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    1. Schön, dass die Orangenschicht dir gefallen hat. Ich kann mir das auch mit Orangenfilets sehr gut vorstellen. Wegen der Creme - das ist natürlich Geschmackssache, wieviel Buttercreme man mag. Du kannst Reste aber auch getrost einfrieren bis zum nächsten Mal. ;)
      Süße Grüße,
      Yushka

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